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Außenhandel war, ist und bleibt für Österreich unverzichtbar

Hochkarätig besetzter Arbeitskreis zum Thema Internationaler Handel bei den
Wirtschaftsgesprächen in Alpbach 2016

„Wir leben in einer globalisierten Welt, in der Österreich ein im Vergleich kleines Land ist. Trotzdem - oder gerade deswegen - war, ist und bleibt der internationale Handel für uns existenziell und unverzichtbar“, hob WKÖ-Vizepräsident Jürgen Roth in seinen Einleitungsworten zum Arbeitskreis „Internationaler Handel – Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft“ hervor. Immerhin gehen mehr als 50% der in Österreich produzierten Güter ins Ausland, hunderttausende Arbeitsplätze in unserem Land hängen direkt oder indirekt am Export. Ohne Exporte wäre die österreichische Wirtschaft in den vergangenen Jahren nicht gewachsen, sondern geschrumpft, rief Roth in Erinnerung.

Der von Ralf Kronberger, Leiter der Abteilung Finanz- und Handelspolitik der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), geleitete Arbeitskreis hatte zum Ziel, internationalen Handel auch abseits der ökonomischen Fragen zu beleuchten und zukünftige Entwicklungen zu diskutieren. 

Mit Fakten aus Schweden wartete die schwedische Gewerkschafterin Susanne Lindberg Elmgren auf. Das Land ist - wie Österreich – sehr exportorientiert. Einer Erhebung zufolge stimmen 78% der in Schweden Befragten der Aussage zu, Globalisierung sei dem Wirtschaftswachstum zuträglich. Im Schnitt der EU-28 sehen das nur 57% so. „Wir mögen Veränderung“, führte sie aus. Sie selbst habe keine Berührungsängste vor neuen, sondern vielmehr vor alten, überholten Technologien.

Präsentation Susanne Lindberg Elmgren (in Englisch)

  • Main Statements: 
    • Security in transition – a system where winners compensate losers
    • responsible business conduct including global value chains
Fabienne Fortanier, Head of Trade Statistics bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), führte aus, dass man sich der immer weiter fortschreitenden Fragmentierung in der Warenproduktion gewärtig sein müsse: Oft steckt in den Exporten ein großer Anteil von Importen. Das – Stichwort „intermediate products“ sei jedoch eine Entwicklung, die bereits seit mehreren Jahrzehnten im Gange ist. Doch wie damit umgehen? Die OECD hat gemeinsam mit der Welthandelsorganisation WTO die Initiative „Trade in Value Added“, kurz TiVA, ins Leben gerufen. Dabei sollen Erhebungen und Berechnungen aufzeigen und in Datenbankform darstellen, wo die Herstellung von Produkten geschieht (oft in Land A), wo die Verarbeitung, das Versehen mit Mehrwert (möglicherweise in Land B) und wo die Waren konsumiert werden (Land C). „Importe sind wichtig für Exporte“, so Fortanier: Ohne die zur Produktion notwendigen Importe – sowohl im Bereich Rohstoffe, aber auch in Sachen Know-How – gebe es auch keine Warenausfuhr, so Fortanier.

Präsentation Fabienne Fortanier (in Englisch)

  • Main statements:
    • It matters who trades, not just what is traded
    • Understanding and accommodating firms’ indirect insertion in global value chains (as domestic suppliers) is as important as facilitating their direct engagement (via international trade or investment)
    • A simultaneous and consistent assessment of the costs and benefits of international trade across all impact dimensions (economic, social/distributional, environmental) requires an integrated national accounting framework; which in turn necessitates collaborative investments in a national statistical information system

Soziologe Richard Münch, aktuell als Senior Professor an der Zeppelin Universität Friedrichshafen tätig, zeigte auf, dass beginnend mit der Nachkriegszeit das Wachstum des internationalen Handels in der Vergangenheit einen positiven Beitrag zum Wohlfahrtsstaat geleistet hat, indem er Beschäftigungsverluste in einige Industriezweigen ausgeglichen hat. Seit den 1980er-Jahren war der Wohlfahrsstaat nicht mehr ausreichend in der Lage soziale Sicherheit zu bieten. Auf die steigende soziale Unsicherheit muss man auf EU- und auf nationaler Ebene mit intelligenten Maßnahmen diese soziale Sicherheit wieder herzustellen.

Präsentation Richard Münch (in Englisch)

  • Main statements:
    • For 30 years after World War II, international trade increased on the basis of an expanding welfare state which compensated for job losses resulting from declining competitiveness of some branches of industry
    • Since the 1980s further expanding international trade is accompanied by real and symbolic decline of welfare state security
    • People facing this increased insecurity in their own and their children’s lives feel a need for protection from competition and lean towards protectionism which is fueled particularly by rightwing populist parties
    • In order to win the people for further expanding international trade there is a need for new intelligent measures of providing security in people’s life course, both at the national and the European level, for example by a universal basic income, an elaborated negative income tax and a food stamps program of the European Union.

Jacques Pelkmans, Senior Research Fellow am Center of European Policy Studies (kurz CEPS) in Brüssel, unterstrich, dass (internationaler) Handel beträchtliche Stimulanzwirkung für Wirtschaftswachstum entfalten kann, das brauche aber Zeit. Die EU stehe für Handel und Wachstum, das sei auch schon bei der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) der Fall gewesen, „und es hat gut funktioniert“, so Pelkmans. In Österreich ist seit geraumer Zeit die politische und öffentliche Diskussion über das Freihandelsabkommen TTIP entglitten, so der Experte, der auch die Idee einer Freihandelszone (FTA) mit China aufs Tapet brachte.

Präsentation Jacques Pelkmans (in Englisch)

  • Main statements:
    • The EU’s FTA strategy since 2006 is at best only half-successful
    • Although trade negotiation frameworks in services are weak, services are rapidly globalizing
    • National (and EU) policy-makers, North and South, all want the same from global value chains: positioning “their” firms in high-value-added segments. Doesn’t this create an impossible tussle?

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