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Industrielehre: Glasverfahrenstechnik – ein Beruf mit Zukunft und glasklaren Karrierechancen

Hochqualifizierte Fachkräfte von morgen für Produktion von Gläsern verschiedenster Art

Lehrberuf Glasverfahrenstechniker
© Vetropack

Seit 2018 gibt es den Lehrberuf Glasverfahrenstechnik mit den beiden Schwerpunkten Hohlglasproduktion und Flachglasveredelung. Diese dreieinhalbjährige Ausbildung wurde initiiert, um den steigenden Qualitätsanforderungen an die zunehmend hoch technisierte und automatisierte Produktion von Verpackungsglas, Isolierglas, Glasfassaden und anderen Gläsern zu begegnen. In modernen betrieblichen Ausbildungsstätten erwartet interessierte Jugendliche eine spannende Ausbildung mit glasklaren Karrierechancen. 

Glas – ein moderner Werkstoff 

Die Grundrohstoffe von Glas sind Sand, Soda, Kalk, Dolomit und - zu einem immer größeren Anteil - Glas selbst. Dieses stammt aus recycelten Glasscherben und lässt damit die Glasindustrie zu einem europaweiten Vorreiter der Circular-Economy werden. Die Glasrohstoffe werden in speziellen Glasöfen bei über 1.500° C geschmolzen und daraus die jeweiligen Endprodukte gefertigt.  

Mittlerweile ist Glas aus unserer modernen, digitalisierten Welt nicht mehr wegzudenken und Basis unserer täglichen Lebensgewohnheiten: So beginnt der Tag mit dem morgendlichen Blick durch ein mehrfachisoliertes und möglicherweise schalldichtes Fensterglas, einer prickelnden Dusche in einer verglasten Duschkabine in einem Badezimmer samt Spiegel und Glasablage, dem Griff nach einem Marmeladeglas oder einer Glasflasche mit frisch gepresstem Orangensaft am Frühstückstisch und dem anschließenden Lesen der neuesten Nachrichten auf dem Mobiltelefon mit Hilfe des verglasten Touchscreens. Glas wird aufgrund seiner Vielseitigkeit beinahe überall eingesetzt: in der Architektur, im Verpackungsbereich, im Verkehrswesen und wegen seiner speziellen Eigenschaften sogar bei der erneuerbaren Energiegewinnung mittels Solar- und Photovoltaikgläsern. Dies alles sind Produkte, mit denen sich der Glasverfahrenstechniker beschäftigt. 

Hintergründe zur Schaffung des neuen Lehrberufs Glasverfahrenstechnik: 

DI Johann Eggerth, CEO des Verpackungsglasherstellers Vetropack in Pöchlarn und Kremsmünster, zu den Hintergründen des neuen Lehrberufs Glasverfahrenstechnik:

"Der Fachkräftemangel hat sich leider auch in der Glasbranche bemerkbar gemacht. Als Reaktion darauf haben wir den neuen Lehrberuf Glasverfahrenstechnik ins Leben gerufen. Mit diesem Lehrberuf wollen wir alle Fähigkeiten vermitteln, damit die Absolventen den steigenden Anforderungen in der Glasherstellung und - verarbeitung gewachsen sind. Bei Vetropack stellen wir jedes Jahr so viele Lehrlinge wie möglich ein. Die Lehrlingsausbildung ist uns ein großes Anliegen, denn diese jungen Menschen sind unsere Fachkräfte der Zukunft und damit wertvolle Ressource, die wir dringend brauchen." 

Folgende Tätigkeiten erwarten den Glasverfahrenstechniker: 

Glas ist vielseitig, doch in seiner Herstellung und Veredelung zunehmend hoch technisiert. Entsprechende Qualifikationsanforderungen sind notwendig und daher in der Branche dringend gesucht: Als Glasverfahrenstechniker lernt man das Überwachen und Steuern von Produktionssystemen und die Bearbeitung von verschiedensten Materialien für Maschinen- und Produktionsanlagen. Man setzt sich mit der Herstellung des Glasgemenges, der Glasschmelze und der chemischen Zusammensetzung von Glas ebenso auseinander wie mit diversen Materialkreisläufen, dem Instandhalten und Programmieren von Maschinen, Robotern oder auch der Qualitätskontrolle.

Glasverfahrenstechniker sollen auch in der Lage sein, gewisse Wartungs- und Servicearbeiten an den Maschinen selbst vorzunehmen. Am Ende der Ausbildung ist der Glasverfahrenstechniker dann je nach Schwerpunktwahl Experte im Bereich Hohlglas oder in der Flachglasveredelung. 

Vetropack-Lehrling Theo Pietsch zu seinen bisherigen Ausbildungserfahrungen zum Glasverfahrenstechniker: „Der Beruf Glasverfahrenstechniker ist ein moderner Beruf, der Handwerk, Chemie und Automatisierungstechnik unter einen Hut bringt. Ich lerne die chemische Zusammensetzung von Glas und alles Wissenswerte zur Glasschmelze kennen. Genauso wichtig ist die Metallbearbeitung wie Drehen, Fräsen und Schweißen bei Maschinen, die zur Glasbearbeitung eingesetzt werden. Als Glasverfahrenstechniker lerne ich auch Roboter, pneumatische und elektropneumatische Maschinen oder SPS-Steuerungen von Fertigungsanlagen zu programmieren. Ich habe also einen abwechslungsreichen Aufgabenbereich und kann mir um mein selbstverdientes Geld ein eigenes Auto leisten.“ 

Zahlen und Fakten zum Lehrberuf Glasverfahrenstechnik: 

Aktuell befinden sich in dem 2018 geschaffenen neuen Lehrberuf 42 Lehrlinge in Ausbildung. Die Lehre dauert dreieinhalb Jahre. Die schulische Ausbildung findet modular an der Glasfachschule in Kramsach/Tirol statt, welche im Bereich Mechatronik eng mit der HTL Kufstein kooperiert. Bis zum dritten Lehrjahr findet der Unterricht an der Berufsschule jährlich für 10 Wochen und im vierten Lehrjahr für 5 Wochen geblockt statt.  

Je nach Kollektivvertrag liegt das Lehrlingseinkommen in der Glasindustrie im ersten Lehrjahr zwischen 677,09 und 748,99 Euro und im vierten Lehrjahr zwischen 1.586,93 und 1.863,37 Euro. (PWK179/PM)

Weiterführende Informationen finden Sie unter:


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