th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

WKÖ-Industrie und Handwerk: Covid-Verschärfung gefährdet Produktion

Sparten-Obleute Menz und Scheichelbauer-Schuster warnen: Überzogene FFP2-Masken-Pflicht führt unweigerlich zu Produktionsausfällen in allen Branchen, auch bei Lebensmitteln

FFP2-Maskenträgerin
© Adobe Stock

„Aus den Analysen der AGES wissen wir, wo aktuell die Ansteckungen passieren: Zu 85 Prozent in den Privathaushalten und in der Freizeit. Das können wir auch deshalb bestätigen, weil wir das Infektionsgeschehen bestens im Blick haben: Viele Unternehmen haben eigene Teststraßen eingerichtet oder lassen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seit vielen Monaten regelmäßig testen“, sagt Siegfried Menz, Obmann der Bundessparte Industrie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).   

Clusterbildungen seien dabei nicht zu erkennen – dank der Tests, umfassender Präventivkonzepte, Arbeit in getrennten Teams und dank zusätzlicher Hygiene- und Sicherheitsvorkehrungen. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind an den Arbeitsplätzen deutlich besser geschützt als zuhause. Umso unverständlicher ist für uns die massive Verschärfung der Covid-19-Regelungen, die nun die Betriebe und insbesondere den produzierenden Bereich treffen soll“, betonen Industrie-Obmann Menz und Renate-Scheichelbauer-Schuster, Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk in der WKÖ, unisono.  

Inakzeptabler Maskentanz 

Mit den geplanten Verschärfungen sind rund um Ostern in Niederösterreich, Wien und dem Burgenland durchgängig in allen Innenräumen verpflichtend FFP2-Masken zu tragen. „Das kann und darf nicht zu einer Dauereinrichtung werden. Die entscheidende Formulierung war: FFP2-Masken dort, wo es sinnvoll und machbar ist", betont Scheichelbauer-Schuster. Die Vorschrift mache die vorgeschriebene Maskenpause für die Betriebe zur fast unlösbaren organisatorischen Herausforderung. Denn selbst im Freien soll bei Menschenansammlungen eine FFP2-Masken-Pflicht gelten.  

„Wo sollen denn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter künftig ihre Maskenpause machen, wenn nicht im Freien? Und wie soll das ohne Ansammlungen funktionieren, die dann wieder die Maskenpflicht auslösen würden?“, fragt sich Scheichelbauer-Schuster.  „Damit und mit verpflichtenden wöchentlichen Testnachweisen in allen Betrieben werden jene Wirtschaftsbereiche entscheidend gehemmt, die jetzt noch gut funktionieren, die schwache Konjunktur stützen und Arbeitsplätze sichern. Damit verteuert sich die Produktion, das schadet der Wettbewerbsfähigkeit und Wertschöpfung im Inland und riskiert Lieferverzögerungen."  

Risiko für Lebensmittelproduktion

Industrie-Obmann Menz warnt davor, dass mit der Vorschrift, durchgängig in Innenräumen der Produktion FFP2-Masken zu tragen, in vielen Betrieben quer durch alle Branchen der Industrie unweigerlich die Produktion gedrosselt werden müsste. Das trifft auch auf den für die Versorgung der Bevölkerung kritischen Bereich der Lebensmittelproduktion zu, wo aufwändige Schutzkleidung vorgeschrieben ist. 

Derzeit ist für jene Mitarbeiter, die einen Mund-Nasen-Schutz tragen, alle drei Stunden eine Maskenpause von 10 Minuten vorgesehen. Mit dem FFP2-Schutz droht eine massive Verkürzung dieser Zeitintervalle und auch die Industriemitarbeiter könnten ihre Maskenpause nur noch im Freien erledigen. Das würde aufgrund der Hygienevorschriften jedes Mal einen Wechsel von der Schutz- in die Alltagskleidung (noch mit Maske) und wieder retour bedingen – inklusive Desinfektion bzw. Passieren der Hygieneschleuse. Ein mühsames und zeitaufwändiges Prozedere. 

An ein Aufrechterhalten der bestehenden Produktion wäre mit solch einem Maskentanz nicht zu denken. „Wir würden um 20 Prozent mehr Fachpersonal benötigen. Da dieses Personal kurzfristig nicht zu kriegen ist, wären Produktionskürzungen um ein Fünftel unumgänglich“, warnt Menz. „Auch im Gewerbe und Handwerk gibt es zahlreiche Branchen, für die diese Vorschriften kaum umsetzbar sind und die vor den gleichen Problemen und Kostenbelastungen stehen“, ergänzt Scheichelbauer-Schuster.  

Die Obleute appellieren deshalb, bei den notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie strikt faktenbasiert vorzugehen und dort anzusetzen, wo das Infektionsgeschehen zu finden ist: „Und das ist nachweislich nicht in unseren Produktionsbetrieben“, betonen Menz und Scheichelbauer-Schuster gemeinsam. (PWK147/HSP)

Das könnte Sie auch interessieren

FFP2-Maskenträgerin

Neue Corona-Maßnahmen für die Ostregion

Eckpunkte der Verschärfungen für Wien, NÖ und das Burgenland im Überblick mehr

Euro-Scheine, Geld

Weitere Unterstützungsmaßnahmen angekündigt

Bundesregierung weitet Wirtschaftshilfen aus mehr