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Holzindustrie: Neuer Obmann betont Notwendigkeit den Wirtschaftsmotor am Laufen zu halten

Herbert Jöbstl als neuer Fachverbands-Obmann bestätigt, Erich Wiesner verabschiedet sich nach 25 Jahren als Obmann

Holzindustrie
© WKÖ

Herbert Jöbstl, CEO von Stora Enso Wood Products GmbH und bisheriger Obmann-Stellvertreter, ist seit Anfang November neuer Obmann des Fachverbands der Holzindustrie Österreichs. Die österreichische Holzindustrie kann damit auf eine langjährige Expertise und das internationale Know-how des Kärntners setzen. "Mit Ihrer Produktion ist die österreichische Holzindustrie ein wichtiger Hebel für die Schaffung von Wertschöpfung und folglich auch für den Wohlstand in unserem Land. Ich freue mich, als Obmann des Fachverbands der Holzindustrie, die Rahmenbedingungen für diese zukunftsweisende, nachhaltige und innovative Industrie weiter zu gestalten", so der neue Obmann, Herbert Jöbstl.

Erlfried Taurer, CEO der Constantia Industries AG, bleibt Obmann-Stellvertreter. Andreas Ludwig, Sprecher des Vorstands der Umdasch Group AG, kommt neu als Obmann-Stellvertreter hinzu. Die beiden Stellvertreter sehen vor allem die verstärkte Arbeit und Mitgestaltung auf europäischer Ebene als wichtige Aufgaben für die kommenden Jahre. Nach mehr als 25 Jahren gab der bisherige Obmann, Erich Wiesner, Gesellschafter der WIEHAG Holding GmbH, im Rahmen der Neuwahl seine Funktion weiter. Er hat in dem Vierteljahrhundert als Obmann durch seinen Weitblick immer wieder neue Maßstäbe gesetzt und damit maßgebliche Entwicklungen in der Holzindustrie national und international vorangetrieben.

Aktuelles Stimmungsbild mit positiven Signalen

Der Fachverband der Holzindustrie Österreichs gibt ein zuversichtliches Lebenszeichen inmitten der Corona Krise. "Wir alle wissen, dass die Sicht in Zeiten der Corona-Pandemie sehr eingeschränkt ist. Viele Branchen kämpfen mit massiven Herausforderungen und auch Österreich erlebt die größte Krise seit dem zweiten Weltkrieg. Trotz der aktuell schwierigen Rahmenbedingungen kann die heimische Holzindustrie ein positives Stimmungsbild abgeben", so Jöbstl. Eine aktuelle qualitative Umfrage unter 41 teilnehmenden Leitbetrieben ergab, dass sich die Holzindustrie weitgehend als krisenresistent erweist. Die Mehrheit der befragten Holzindustriebetriebe gab an, bis Oktober 2020 nur leichte Auswirkungen der Corona-Krise auf ihr Unternehmen gespürt zu haben, auch mussten in diesem Zeitraum keine Beschäftigten abgebaut werden und man suche weiterhin nach Fachkräften und Lehrlingen. Auch die Kurzarbeitszahlen zeigen sich erfreulich niedrig: mehrheitlich wurde keine Kurzarbeit beansprucht, zuletzt – in Phase 3 -nur minimal. Dennoch ist die sehr unterschiedliche Betroffenheit bei den einzelnen Berufsgruppen zu betonen und ein Großteil der Unternehmen unterstreicht, dass insbesondere die Entwicklungen der nächsten Monate entscheidend sein werden. "Es ist nun wichtig, den Wirtschaftsmotor und vor allem die Absatzmärkte am Laufen zu halten. Nur dann kann die österreichische Holzindustrie weiterhin einen positiven Beitrag zur heimischen Wirtschaftsleistung beitragen", so Jöbstl.

Stabile Rahmenbedingungen und kontinuierliche Rohstoffversorgung essentiell

Ein freier Grenzverkehr für Schlüsselarbeitskräfte sowie für Waren und Rohstoffe muss auch in den kommenden Monaten gesichert sein, ebenso die Absicherung der Kreditschutzversicherungen, für die seit Monaten nach einer politischen Lösung gerungen wird. Nur so kann die hohe Produktionsleistung von 8,3 Milliarden Euro und die damit verbundene Wirtschaftsleistung der Holzindustrie in Österreich weiter gelingen. Im Jahr 2019 wurden damit in weiterer Folge mehr als 20 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung in der gesamten Wertschöpfungskette Forst- und Holzwirtschaft abgesichert.

Darüber hinaus braucht eine nachhaltige Holzindustrie auch die kontinuierliche Rohstoffversorgung mit Holz - aus den heimischen Wäldern und dem natürlichen Einzugsgebiet benachbarter Regionen. In den vergangenen Jahren war die Holzindustrie ein verlässlicher Partner in der Abnahme von heimischem Holz, insbesondere von Kalamitätsholz, das durch vermehrten Borkenkäferbefall in großen Mengen angefallen ist. "Auch in diesem Jahr konnten wir gemeinsam mit den österreichischen Wald- und Forstbetrieben das Kalamitätsholz gut aufarbeiten. Aktuell gilt es, Holzmengen vertraglich zu vereinbaren, um über den Winter einen kontinuierlichen Holzfluss an die Industrie sicherzustellen. Mit dieser kurzfristigen Maßnahme und der Umsetzung wesentlicher Punkte des Waldfondsgesetzes von Bundesministerin Köstinger können wir die Forst- und Holzwirtschaft nachhaltig stärken. Gerade in Wirtschafts- und Klimakrisen geschüttelten Zeiten ist die Zusammenarbeit wichtiger denn je“, so Jöbstl abschließend.

Rückfragen:

Fachverband der Holzindustrie Österreichs
Nicolas Snoy
+43/1/712 26 01-21
snoy@holzindustrie.at

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