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Hörl: "Seilbahnen sind trotz schwieriger Voraussetzungen für die heimischen Gäste da!"

Winter 19/20: Branche bis zum vorzeitigen Saisonende erneut auf Rekordkurs

Seilbahnen
© WKÖ

Nach langem Hin und Her und jeder Menge Ungewissheit steht nun fest, unter welchen Voraussetzungen die heimischen Seilbahnen ab 24. Dezember ihren Betrieb aufnehmen können. "Damit ist die beinahe unerträgliche Situation für die Unternehmen beendet und zumindest ein Status erreicht, bei dem ein eingeschränktes, aber sinnvolles Angebot für die heimische Bevölkerung gestellt werden kann", so Franz Hörl, Obmann des Fachverbandes der Seilbahnen in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Auch wenn die geschlossene Berggastronomie und das verpflichtende Tragen von FFP2-Masken weitere Hürden darstellen, gibt sich Hörl optimistisch: "In erster Linie geht es darum, Menschen eine Bewegungsmöglichkeit an der frischen Luft zu bieten. Das wird auch in diesen kommenden Wochen für Erholung und Freude sorgen und einen Beitrag zur Gesundheitsförderung leisten!" 

Zu den zusätzlichen Verschärfungen für den Betrieb der Seilbahnen zählen die FFP2-Maskenpflicht in geschlossenen Zutrittsbereichen und in geschlossenen Fahrbetriebsmitteln sowie die 50-prozentige Kapazitätsbeschränkung in geschlossenen Fahrmitteln, sprich in Gondeln, Kabinen sowie Sesselliften mit Schutzhauben. Personen aus demselben Haushalt sind von der Halbierung der Kapazität ausgenommen. "Die Maßnahmen stellen eine weitere Einschränkung unserer Leistungsfähigkeit dar. Dennoch stehen wir zu unserem Versprechen, für unsere Bevölkerung aufsperren und ihnen ein gewohntes Pistenerlebnis bieten zu wollen", so Franz Hörl.  

Trotz der Widrigkeiten geht es aus Sicht Hörls nun vor allem darum, Lust und Laune aufs Skifahren zu machen. "Wir möchten uns auf das Positive konzentrieren und uns gemeinsam mit den Gästen auf den Start der Skisaison freuen. Dann wird endlich auch wieder sichtbar, dass Skifahren etwas anderes bedeutet als Après Ski, Alkohol und Party. Skifahren ist in vielen Teilen Österreichs noch immer der Volkssport Nummer Eins und diese Bedeutung muss man nun wieder in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rücken", so Hörl. Der Fachverband wird den Start des Seilbahnbetriebs mit Informationsangeboten begleiten und damit auch den Mitgliedern mit kommunikativer Unterstützung zur Seite stehen. So zeigt etwa der neue animierte Kurzclip "Unser Skitag - ganz einfach erklärt" wie sich die neuen Regeln in das Skierlebnis integrieren und damit zum ungetrübten Skispass – auch in dieser besonderen Saison – beitragen. 

Bilanz 19/20 belegt hohe Einbußen nach vorzeitigem Saisonende 

Der Blick zurück in die vergangene Wintersaison bringt vor allem zwei Erkenntnisse: „Die Branche war bis zur behördlichen Schließung der Betriebe voll auf Kurs, musste dann jedoch starke Einbußen in Kauf nehmen. Als Resümee bleibt, dass die heimischen Unternehmen bei den Gästen unverändert punkten konnten und ihre Marktführerschaft eindrucksvoll unter Beweis stellen konnten“, sagt Fachverbands-Geschäftsführer Erik Wolf. So weisen die Zahlen von November 2019 bis zur Schließung am 15. März 2020 rund 47,4 Millionen Ersteintritte (minus 12,8 Prozent gegenüber 18/19), 1,41 Milliarden Euro Kassenumsatz (- 8,9 %), 511,7 Millionen Beförderungen (- 12,9 %) bei insgesamt 21.800 Betriebstagen (- 20,5 %) auf. Die Rekordwerte bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie spiegeln sich zwischen November 2019 und Februar 2020 mit einem Plus bei den Ersteintritten (8,4 Prozent), beim Kassenumsatz (+ 11,2 %) und den Beförderungen (+ 8,2 %) wider.  

Das Investitionsverhalten bleibt auf hohem Niveau: 147 Millionen Euro werden in Neuerungen im Bereich Sicherheit, Komfort und Qualität der Anlagen investiert. Neben 65 Millionen Euro für Beschneiungstechnik sorgen weitere 211 Millionen Euro im kommenden Winter für zusätzliche Angebote in den Bereichen Pisten, Zutrittssysteme, Parkplatzinfrastruktur, Gastronomie, Pistengeräten und in weitem Maße auch Covid-19 Maßnahmen. Insgesamt sollen somit 423 Millionen Euro in die weitere Attraktivierung der österreichischen Seilbahnen fließen (2019: 708 Millionen Euro). "Bei den Investitionen stehen auch Ausgaben für die nachhaltige Entwicklung weiter hoch im Kurs. Der Skiurlaub in Österreich zählt schon heute zu den klimafreundlichsten Urlaubsformen und kann dabei den klassischen Italienurlaub oder gar eine Flug-Fernreise weit hinter sich lassen. Doch die Branche möchte noch besser werden", so Wolf, der dabei auf die Vielzahl an Projekten verweist, die den Anteil an erneuerbaren Energien kontinuierlich verbessern. Im Bereich Mobilität setzt die Branche erneut auf eine starke Kooperation mit ÖBB Railtours. So geht das Produkt "Im Nightjet zum Schnee" nach der erfolgreichen Premiere im Vorjahr nun in seine zweite Saison.  

Die umfangreiche SAMON-Gästebefragung während der vergangenen Saison hat ergeben, dass die Weiterempfehlungsrate eines Skiurlaubs in Österreich durch Gäste kontinuierlich steigt – von einer Rate von 53 Prozent im Winter 2012/13 auf 69 Prozent im Winter 2019/20. Die wichtigsten Gründe für einen Skiurlaub in Österreich sind die Qualität der Skipisten (57 %), die Größe der Skigebiete (56 %), die Schnee- und Pistenverhältnisse (49 %) sowie die Schneesicherheit (45 %). Wie bereits in den Vorjahren spielt der Skipasspreis nur bei wenigen eine Rolle bei der Entscheidungsfindung (9 %).  

Wie wichtig der Skiwinter für die österreichische Wirtschaft ist, zeigte sich auch in der vergangenen Saison: Bergbahnnutzerinnen und -nutzer geben 11,2 Milliarden Euro aus und sorgen damit für 5,9 Milliarden Euro an Wertschöpfung für die heimischen Regionen. Zudem zeigt sich die Seilbahnbranche erneut als stabiler und wichtiger Arbeitgeber. Insgesamt schafft die Branche 126.000 Arbeitsplätze, 17.000 davon direkt bei den Seilbahnbetrieben. (PWK646/DFS)

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