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Höhere Lohnnebenkosten für Teilzeit schaden Arbeitnehmern und Wirtschaft 

Gleitsmann: Höhere Teilzeitzuschläge führen zu deutlich höheren Arbeitskosten – Teilzeit schon jetzt etwa bei Lohnsteuer attraktiver als Vollzeit

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Ablehnung für die Forderung der AK-NÖ nach einer Erhöhung des Teilzeitzuschlages kommt aus der Wirtschaft. Martin Gleitsmann, Abteilungsleiter der Abteilung Sozialpolitik und Gesundheit in der Wirtschaftskammer Österreich: „Ein solcher Zuschlag auf den Zuschlag macht aus vielerlei Hinsicht keinen Sinn und würde der Wirtschaft und am Ende des Tages auch den Beschäftigten einen Bärendienst erweisen, weil er zu einer deutlichen Erhöhung der Arbeitskosten führen würde.“ 

Wenn die AK-NÖ die Forderung nach einer Erhöhung mit einer vermeintlichen Schlechterstellung der Teilzeitbeschäftigten argumentiert, so sei dies ziemlich unschlüssig. „Zur Teilzeit und damit zu einer – aus AK-Sicht – Schlechterstellung wird niemand gezwungen. Teilzeit ist kein Zwang, sondern für den weit überwiegenden Teil der ArbeitnehmerInnen ein Wunschmodell“, betont Gleitsmann und verweist auf Eurostat-Daten: Nur 13% aller in Österreich Teilzeitbeschäftigten wollen länger arbeiten. Das ist weit unter dem EU-Schnitt von 27,7%. Umfragen zeigen zudem, dass Teilzeitbeschäftigte mit ihrer Arbeitszeit sogar zufriedener sind als Vollzeitbeschäftigte.

Die Forderung der AK, dieses Wunschmodell künftig mit noch höheren Lohnnebenkosten zu belasten und damit insgesamt zu verteuern, kann sich Gleitsmann nur mit wahltaktischen Gründen erklären. 

Das Sozial- und Steuersystem fördert Teilzeitbeschäftigung 

Ein Grund dafür, dass Teilzeit boomt, ist die Begünstigung Teilzeitbeschäftigter bei Steuern und Sozialversicherungsbeträgen: „Durch eine geringe Lohnsteuer ist ihr Nettolohn höher als der vergleichbarer Vollzeitbeschäftigter, die von der Steuerprogression betroffen sind. Teilzeitbeschäftigte zahlen weiters meist keinen Arbeitslosenversicherungsbeitrag, sind aber voll arbeitslosenversichert. Geringfügig Beschäftigte zahlen gar keine Abgaben, sind aber meist anderweitig versichert“, erklärt der WKÖ-Experte.

Senkung der Lohnnebenkosten richtiges Signal

Österreich ist das einzige Land in der EU, das überhaupt einen Teilzeitzuschlag vorsieht. „Diesen jetzt noch zu erhöhen, würde vor allem jene Klein- und Mittelbetriebe treffen, die sich gerade von den Jahren der wirtschaftlichen Stagnation erholen. Zusätzliche Belastungen wie durch solche höheren Zuschläge wären für sie nur schwer zu stemmen. Um den Arbeitsmarkt und den Faktor Arbeit zu entlasten, ist eine spürbare Senkung im internationalen Vergleich hohen Lohnnebenkosten der beste Weg“, unterstreicht Gleitsmann. (PWK733/PM)

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