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Hochhauser: Wirtschaft kann eigene Interessen nur mit starker und geeinter Stimme durchsetzen 

Beiträge der Mitglieder werden inklusive Kammerreform WKO 4.0 gegenüber 2000 de facto halbiert – ohne solidarische Mitgliedschaft wären viele Services nicht mehr machbar

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„Nur 4 bis 5 Prozent der österreichischen Bevölkerung sind Unternehmerinnen und Unternehmer, davon zwei Drittel Ein-Personen-Unternehmen. Die gesetzliche Mitgliedschaft in der Wirtschaftskammer sorgt dafür, dass alle diese Unternehmen – ob Einzelkämpfer, Kleinbetrieb, klassischer Mittelständler oder global agierendes Großunternehmen – eine gemeinsame starke Stimme haben. Das ist gerade in einer Zeit, wo veraltete Klassenkampfparolen wieder aus der Schublade geholt werden, wichtiger denn je“, betont die Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Anna Maria Hochhauser. Ein Ende der Pflichtmitgliedschaft, wie sie nun von einigen in der aktuellen Wahlauseinandersetzung gefordert wird, wäre daher „zum Schaden der Betriebe. Die Interessen der Wirtschaft würden massiv ins Hintertreffen geraten“. 

Breites Service-Angebot wäre nicht mehr machbar

Die WKÖ-Generalsekretärin weist auch darauf hin, dass mit einem freiwilligen System das breite Service-Angebot, das jetzt allen Mitgliedsunternehmen zur Verfügung steht, in der jetzigen Form nicht mehr machbar wäre. „Dann droht – in der Interessenvertretung wie bei den Services - das Recht des Stärkeren. Motto: wer zahlt, schafft an.“ Unter die Räder kämen vor allem die vielen kleinen und mittleren Unternehmen in Österreich, das sind mehr als 9 von 10 Betrieben. Hochhauser: „Wer führt dann jedes Jahr rund 3000 zusätzliche KMU in den Export hinaus? Wer unterstützt, begleitet und berät die 30.000 Gründer, die jährlich den Sprung in die Selbstständigkeit wagen und deren Überlebensrate so hoch ist wie nirgends sonst in Europa?“

Klar sei auch: Eine Wirtschaft, die mit einer starken Stimme auftritt anstatt sich auseinanderdividieren zu lassen, kann einfach mehr durchsetzen. „Jetzt ist die WKÖ dank gesetzlicher Interessenvertretung in alle Gesetzgebungsprozesse eingebunden und kann mit den Arbeitnehmervertretern verbindliche Verhandlungsergebnisse erzielen – Stichwort Kollektivverträge, die Löhne und Wettbewerbsbedingungen vergleichbar machen. Das ist ein Beitrag zum sozialen Frieden in Österreich. Unser Land ist in der glücklichen Lage, dass Streiks nur in Sekunden gemessen werden können.“ Ein freiwilliger Verband kann zwar kommentieren, aber nicht mitgestalten.

Ausbau der Leistungen trotz Beitragssenkungen

Zur ebenfalls geforderten Reduktion der Mitgliedsbeiträge stellt die WKÖ-Generalsekretärin klar, dass die Wirtschaftskammer seit dem Jahr 2000 umfassende Reformen durchgeführt hat und aktuell mitten in der Umsetzung einer weiteren großen Kammerreform steckt. „Wir sind die einzige öffentlich-rechtliche Körperschaft, die ihre Beiträge massiv reduziert hat. In den ersten Reformetappen wurden die Kammerumlage 1 und die Kammerumlage 2 um insgesamt 30 Prozent reduziert. Mit der nun bevorstehenden Beitragssenkung von rund 100 Millionen wurden die Kammerbeiträge insgesamt de facto halbiert – und das bei einem Ausbau der Service-Leistungen“, so Hochhauser.  

Auch bei der Gewerbeordnung habe die Wirtschaftskammer die Fähigkeit zu steten Reformen wo notwendig und sinnvoll unter Beweis gestellt. Sie wurde in vergangenen Jahren mehrfach und zuletzt im Frühsommer modernisiert und verschlankt. „Es gibt nun einen wesentlich liberaleren Zugang und eine immense Ausweitung der Möglichkeiten unternehmerischer Tätigkeit. Zugleich konnte die Wirtschaft den Grundsatz der Qualifikation sicherstellen, indem die Ausbildung unserer Fachkräfte und die Meisterqualifikation erhalten bleiben. Damit bleibt auch die Qualität der Produkte und Dienstleistungen erhalten“. (PWK652/SR)

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