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Herkunftskennzeichnung - Lebensmittelindustrie warnt vor Belastungen

Fachverband: Erfolgreiche Agrarpolitik schaut anders aus - Vorhaben widerspricht nach Ansicht der Branche EU-Recht

Lebensmittel
© WKÖ

Die Lebensmittelindustrie warnt in der Coronakrise vor zusätzlichen Belastungen bei der geplanten verpflichtenden Herkunftskennzeichnung von Primärzutaten bei verarbeiteten Produkten in Österreich. Statt die Lebensmittelindustrie gerade jetzt, in der schwersten Wirtschaftskrise seit 1945, zu unterstützen, "werden ihr mit Gold Plating Hürden und Bürokratie in den Weg gelegt", kritisiert Katharina Koßdorff, Geschäftsführerin des Fachverbands der Lebensmittelindustrie.

Das unbeirrte Festhalten des Ministeriums an zusätzlichen Auflagen durch eine rein nationale Herkunftskennzeichnung nur für heimische Hersteller sei "mehr als unverständlich". Das Vorhaben werde nur Verlierer bringen, als nationaler Alleingang treffe es ausschließlich die heimischen Hersteller. Diese würden gegenüber internationalen Mitbewerbern geschwächt. "Wer übernimmt dafür die politische Verantwortung? Erfolgreiche Agrarpolitik schaut anders aus", so Kossdorf am Mittwoch in einer Pressemitteilung. 

Rein nationale Kennzeichnung widerspricht EU-Recht

Der Plan einer rein nationalen Kennzeichnung widerspricht nach Ansicht der Branchenvertreter auch EU-Recht, wie heute bekräftigt wurde. Es werde außerdem aktuell an zusätzlichen Vorgaben für eine EU-weit verpflichtende Herkunftskennzeichnung für bestimmte Lebensmittel gearbeitet, die bereits 2022 vorliegen werde. Für die österreichischen Betriebe bedeute das, dass sie nach der Umstellung auf ein rein österreichisches eine Umstellung auf ein europäisches System stemmen müssten.

"Statt sich in Brüssel mit einem Entwurf zur Herkunftskennzeichnung kein gutes Renommée zu machen, fordern wir kluge Konzepte für die Unterstützung der heimischen Lebensmittelwirtschaft", so Kossdorf. Erfolgreiche Agrarpolitik sei nicht über Lebensmittelkennzeichnung zu machen. Es müssten andere Konzepte auf den Tisch, nämlich die Bündelung der Energien im Interesse des Produktions- und Exportstandortes Österreichs entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die "bewährten freiwilligen Angaben zur Herkunft" wie etwa das AMA-Gütesiegel unterstütze man weiter.

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