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Heimpflege: Hoher Prozentsatz unterstreicht Bedeutung der 24h-Betreuung

4 von 10 betroffenen Haushalten wählen Heimpflege – massive Kostensteigerung im Pflegesystem zu erwarten 

Heimpflege
© WKÖ

„Die heute, Mittwoch, publizierten Daten zur Heimpflege in Europa zeigen, dass der Bedarf nach einer Betreuung in den eigenen vier Wänden in Österreich sehr hoch ist. Österreich liegt mit 40,8 Prozent der betroffenen Haushalte auf dem 7. Platz. Für diese, an die Bedürfnisse der Menschen angepasste Form der Betreuung, spielt die 24h-Betreuung eine enorm wichtige Rolle“, betonte der Obmann des Fachverbandes der Personenbetreuer, Andreas Herz. Zum Vergleich: Der EU-Schnitt liegt bei 20.4 Prozent. Gleichzeitig sei die 24-h-Betreuung vor dem Hintergrund der Diskussion rum um Pflegeregress und steigenden Kosten im System jene Betreuungsform, die von den Kosten für die Betreuenden überschaubar bleibe. 

Kosten im Pflegebereich explodieren

Denn die Kosten im Pflegebereich werden bis 2030 um 105 Prozent explodieren. 2014 lagen die Gesamtausgaben für Pflegeleistungen bei 1,83 Mrd. Euro, 2030 wird dieser Wert bei rund 3,76 Mrd. Euro liegen, so Herz mit Verweis auf eine aktuelle WIFO-Studie, die im Auftrag des Fachverbandes erstellt wurde. Wie rasch der Bedarf bereits jetzt steigt, zeigt das Anwachsen der Förderung für die 24-Stunden-Betreuung: Während es im Jahr 2008 durchschnittlich 3.200 Bezieher pro Monat gab, lag dieser Wert 2015 bereits bei 21.900. Das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von 31,6 Prozent. 

„Die Kostenbelastung in der Pflege wird in den kommenden Jahren wie in keinem anderen Bereich anwachsen. Das Modell der selbständigen 24-Stunden-Betreuung bietet Patienten und Angehörigen einen transparenten Ablauf, der an die Bedürfnisse angepasst ist und der von den Kosten im Zusammenspiel mit Förderungen leistbar bleibt“, so Herz. So kommt das WIFO im Rahmen der vorliegenden Studie zu dem Schluss, dass die Kosten in einer Maximalvariante des Angestelltenmodells mit 107.600 Euro pro Jahr (Personalkosten, Mobile Dienste, Urlaubsvertretungen) zu kalkulieren ist, während im Vergleich zum Modell der selbständigen 24-Stunden-Betreuung die Kosten bei 25.500 Euro pro Jahr liegen. Mögliche Förderungen sind hier aber noch nicht abgezogen. 

24-Stunden-Betreuung stärken - Fördermöglichkeiten auszubauen

„Das System der 24h-Betreuung ist ein eigenständiges System mit klar abgegrenzten Handlungsfeldern gegenüber pflegerischen Aufgaben und steht im Sinne der Betreuungspersonen im Austausch mit andern sozial und pflegerischen Institutionen und Angeboten. Dass 4 von 10 betroffenen Haushalten auf die Möglichkeit der Heimpflege zurückgreifen, zeigt, dass Menschen in herausfordernden gesundheitlichen Situationen die Möglichkeit nutzen, die eigenen vier Wände nicht verlassen zu müssen und angemessen betreut werden zu können. Deshalb sollte es hier einen Schulterschluss geben, die 24-Stunden-Betreuung zu stärken, Fördermöglichkeiten auszubauen und damit die Grundlage für die anstehenden Herausforderungen im Pflegebereich zu schaffen“, betonte Herz abschließend. (PWK132/us)

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