th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery Flickr Youtube Instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Hausübungen für die Bundesregierung

Fünf unternehmerische Forderungen an die Schulpolitik

Lernt mein Kind in der Schule wirklich Dinge, auf die es ankommt? Wer betreut es am Nachmittag? Sind die großen Ferien vorbei, tauchen viele Fragen auf. Wir zeigen, wie die ideale Schule aus Sicht von Unternehmerinnen und Unternehmern aussehen muss.

Schülerinnen
© Sandra Roesch / Westend61 / picturedesk.com

Der Schulstart beschäftigt gegenwärtig nicht nur zigtausende Schulkinder, sondern viele Unternehmerinnen und Unternehmer. Für sie stellt sich das Thema Schule gleich aus zwei Perspektiven, erklärt WKÖ-Vizepräsidentin Martha Schultz: "Aus Elternsicht ist es wichtig, dass die Kinder die beste Bildung erhalten und dass Betreuungsprobleme gelöst werden. Aus Sicht der Unternehmerinnen und Unternehmer ist es wichtig, dass die Schule den verlässlichen Grundstein für erstklassige Fachkräfte sichert." Wie bringt man das zusammen? Und wie muss daher die beste Schule aus Sicht der Unternehmerinnen aussehen? Eine schulpolitische Hausaufgaben-Liste für die neue Bundesregierung:

Hausaufgabe 1: Unternehmertum am Stundenplan

Wirtschafts- und Finanzunterricht muss endlich fixer Bestandteil der Allgemeinbildung werden. Unternehmertum sowie grundlegendes Wirtschafts- und Finanzverständnis sollen daher in Lehr- und Ausbildungspläne integriert werden. Die internationalen Best-Practice-Projekte "Unternehmerführerschein" und "JUNIOR – SchülerInnen gründen Unternehmen" müssen ebenfalls im österreichischen Schulsystem implementiert werden. Dass Unternehmertum in Schulen bestens ankommt, zeigt die WKÖ selbst mit dem erfolgreichen Projekt "Unternehmerin macht Schule". Dabei begeistern Unternehmerinnen die Schülerinnen und Schüler für eine unternehmerische Laufbahn. Sie berichten am eigenen Beispiel, welche Chancen das Unternehmertum eröffnet – und was man mit Unternehmergeist alles erreichen kann.

Hausaufgabe 2: Grenzenlose Sprachkompetenz

In einer internationalen Wirtschaftswelt wird Sprachkompetenz immer wichtiger. Der reine Fremdsprachenunterricht ist gut, aber zu wenig. "Native Speaker sollen als Begleitpersonen Projekt-, Sport-, Landschulwochen oder Skikurse betreuen, um so die Sprachkompetenz der Schülerinnen und Schüler zu stärken", fordert WKÖ-Vizepräsidentin Schultz. Auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist hier gefragt: Zur Verbesserung der Englischkenntnisse sollen (Kinder-)Sendungen im Zweikanalton angeboten werden. 

Hausaufgabe 3: Attraktive Berufsperspektiven vermitteln

Digitales Know-how soll auch stärker in der Lehrausbildung vermittelt werden – gemeinsam mit sozialen Kompetenzen, die in der Berufswelt immer wichtiger werden. Ebenso wichtig ist, dass die Karrierewege nach der Lehre weiterentwickelt werden und sichtbar sind. "Die in der WKO-Bildungsoffensive verankerte Dachmarke der "höheren Berufsbildung" und durchgängige Bildungspfade sind der richtige Weg, um den Jugendlichen neue, attraktive Zukunftsperspektiven vermitteln zu können. Und nur so kommen wir als Unternehmerinnen zu den Fachkräften, die wir in Zukunft brauchen", sagt Martha Schultz.

Hausaufgabe 4: Coding in Pflichtschulen

In Zeiten der Digitalisierung gehört Programmieren zu den zukunftsentscheidenden Fähigkeiten. Die WKÖ-Forderung: In allen Pflichtschulen soll das Wahlpflichtfach Coding eingeführt werden. Zudem sind auch außerschulische Initiativen notwendig, um Kinder und Jugendliche für diese Kulturtechnik zu begeistern. Eine österreichische Plattform zur europaweiten Code-Week soll das Interesse für Coding sowohl bei Lehrerinnen und Lehrern als auch bei Schülerinnen und Schülern fördern, schlägt die WKO-Bildungsoffensive vor. 

Hausaufgabe 5: Betreuung sicherstellen

Nicht nur für Unternehmerinnen und Unternehmer mit schulpflichtigen Kindern ist besonders wichtig, dass es verlässliche Betreuungsangebote und Planbarkeit bei schulfreien Tagen gibt. Nach Umsetzung der einheitlichen Herbstferien sollen auch die restlichen schulautonomen Tage in ganz Österreich vereinheitlicht werden, wünscht sich WKÖ-Vizepräsidentin Schultz: "Alternativenlos sind zudem neue Betreuungsformen in den Sommerferien. Die langen Ferien haben heuer für viele Unternehmerinnen und Unternehmer wieder große Probleme nach sich gezogen." Ihre Forderung: In den Sommerferien soll an Pflichtschulen eine zeitgemäße Ferienbetreuung angeboten werden. Dabei sollen schulische Förderungsangebote und außerschulische Betreuungsangebote vor Ort unter Einbindung entsprechender Institutionen und Vereine integriert werden.  

Bildung mit der Kompetenz der Wirtschaft

Als größter nichtstaatlicher Bildungsanbieter hat die WKO in einem offenen Innovations-Prozess unter Einbindung von Unternehmen, Stakeholder-Institutionen und Expertinnen und Experten eine umfassende Bildungsstrategie erstellt, die direkten Nutzen für Unternehmen und Standort schafft. Zentrales Anliegen ist es, digital sowie sozial kompetente Fachkräfte in ausreichendem Maße für unsere Unternehmerinnen und Unternehmer bestens auszubilden. Die Bildungsoffensive umfasst sowohl zielgerichtete neue Initiativen der WKO selbst, als auch bessere Rahmenbedingungen durch die Bundesregierung für zukunftsgerichtete Aus- und Weiterbildung. Damit verfügt Österreich über eine fundierte Strategie für die Zukunft der Bildung – mit der vollen Kompetenz der Wirtschaft.

 

Das könnte Sie auch interessieren

  • News
Grüne Innovationstreiber

Grüne Innovationstreiber: Diese Unternehmen setzen auf Eco Tech

Eco Tech made in Austria setzt weltweit Maßstäbe mehr

  • News
Betriebsbsübergaben als Chance

Betriebe bleiben nicht mehr exklusiv in der Familie

Erfolgreiche Übergaben sichern Arbeitsplätze mehr