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Harl: IT-Studien-Absolventen sind das Rückgrat für die digiNATION 

Der IKT Statusreport #4 vom Fachverband UBIT zeigt akuten Handlungsbedarf bei Informatikstudierenden und IT-Fachkräften - Ziel: Mehr Frauen in die IKT-Branche

IT-Studien-Absolventen
© WKÖ

„Der vorliegende IKT Statusreport #4 zeigt, dass der Handlungsbedarf hoch ist, um an die internationale IT- Spitze zu gelangen“, sagt Alfred Harl, Obmann des Fachverbands für Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (UBIT). Der Report dokumentiert die studentischen Ausbildungsstätten Österreichs hinsichtlich StudienbeginnerInnen, AbsolventInnen und DropOuts sowie deren Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Österreich. Harl konkretisiert: „Hochqualifizierte Fachkräfte im Informations- und Kommunikationstechnologiesektor (IKT) sind das Rückgrat der Digitalisierung: Die IT-Branche boomt! Der Gesamtwirtschaft fehlen 10.000 Fachkräfte für wichtige IT-Jobs in Österreich. Bis 2020 wird laut EU-Kommission europaweit sogar mit einer Lücke von rund einer Million IT-Arbeitskräften gerechnet“.

digiNATION: „Die IT hat die Jobs der Zukunft!“ 

Auch 2019 will der Fachverband UBIT gemeinsam mit dem Ministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort und der Digitalisierungsagentur Maßnahmen umsetzen, damit Österreich ein starker Wirtschaftsstandort wird und bleibt. „In unserem digiNATION Masterplan geben wir Maßnahmen für Fachkräfte, Infrastruktur und UnternehmerInnen-Geist, um Österreich an die Spitze– und auch zur internationalen Höchstleistung zu bringen“, so Harl. 

Steigende Nachfrage nach InformatikerInnen und IT-Fachkräften

„Seit Jahren sucht die IT-Branche, aber auch alle anderen Branchen, nach geeigneten Fachkräften. Der Gesamtwirtschaft fehlen über 10.000 qualifizierte IT-Fachkräfte“, bekräftigt Martin Zandonella, UBIT-Fachgruppen-Obmann Kärnten und IT-Berufsgruppensprecher. Diese könnten nur durch zusätzliche Ausbildungsplätze und geringere DropOut Quoten generiert werden. „Gesamtwirtschaftlich betrachtet sind die Kosten für eine Hochschulausbildung nur ein Bruchteil des Wertschöpfungsverlustes einer unbesetzten IT-Stelle. Dieser bedeuten derzeit für Österreich pro Jahr ca. 1,6 Milliarden Euro oder 160.000 Euro je unbesetzter IT-Stelle“, führt Martin Zandonella weiter aus.

Die Ergebnisse des IKT-Statusreports #4 - erstellt vom Kärntner Institut für Höhere Studien (KIHS) – zeigen, dass die DropOut-Quoten im Studienzweig Informatik beunruhigend hoch sind, vor allem auch an den Universitäten mit 54% bei Bachelor- und 56,2% bei Masterstudien 2016/17. „Wir brauchen mehr junge Leute, die als hochqualifizierte IT-Fachkräfte die Universitäten und FHs verlassen und der Wirtschaft zur Verfügung stehen. Sonst entsteht dem Wirtschaftsstandort Österreich hier großer Schaden“, so Zandonella. 

Frauen und IKT: Imagebruch und Vorbilder dringend nötig

Wie der IKT-Statusreport zeigt, haben sich 2017/18 nur 17,4% Frauen an den österreichischen Universitäten für ein IKT-Studium inskribiert. „Hier muss unbedingt angesetzt werden“, zeigt sich Harl überzeugt. Martina Gaisch, wissenschaftliche Leiterin des Diversity Managements der FH Oberösterreich unterstreicht: „Junge Frauen halten ein Informatik-Studium oft für unschaffbar, unter anderem weil ihnen vom familiären und schulischen Umfeld davon abgeraten wird. Es ist nötig, die Vielfältigkeit der Berufsfelder aufzuzeigen und eine Imagekorrektur vorzunehmen – weg vom engen Berufsbild des Coders hin zu digitalen GestalterInnen der Zukunft. Hier braucht es auch weibliche Vorbilder und Rolemodels. Sonst verzichten wir auf bis zu 50 % unseres Potenzials“, sagt Martina Gaisch.

 „Um aus Österreich eine digiNATION zu machen, brauchen wir die Umsetzung konkreter Maßnahmen. Es braucht eine spezielle und nachhaltigere Stärkung der Informatik, denn sie ist eine Voraussetzung für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Österreich“, appelliert Harl. Für unbesetzte Stellen und offene Studienplätze braucht es zusätzlich mehr Transparenz. Der Fachverband UBIT hat bereits ein Studierendenleitsystem vorgeschlagen, das zu einer besseren Bewirtschaftung der österreichweit verfügbaren Informatik-Studienplätze führen soll: Screens an öffentlichen Plätzen informieren verstärkt über noch verfügbare Studienplätze und rufen zum Handeln auf. „Österreich braucht eine ambitionierte IKT-, Standort- und Bildungspolitik und die Stärke, nicht nur Pläne zu schmieden, sondern diese auch umzusetzen. Wir müssen jetzt handeln“, fasst Harl abschließend zusammen. (PWK060/ES)

Der Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT)

Mit mehr als 69.000 Mitgliedern gehört der Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT) zu den größten und dynamischsten Fachverbänden der Wirtschaftskammer Österreich. Er nimmt die Interessen der Unternehmerinnen und Unternehmer aus den Bereichen Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie wahr. Ziel ist es, berufsrelevante Rahmenbedingungen zu optimieren und dem Markt die Leistungen der Berufsgruppen zu kommunizieren. Mitglieder können umfangreiche Beratungs- und Serviceleistungen in Anspruch nehmen.

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