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Handwerk und Gewerbe: Weiterhin schwache Konjunkturentwicklung 

Hoffnung auf viertes Quartal – Personalplanung leicht abgeschwächt aber weiterhin positiv

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„Trotz aller Jubelmeldungen der Wirtschaftsforschungsinstitute hinkt die Konjunktur im Gewerbe und Handwerk auch im ersten Halbjahr 2017 hinterher. Während der Handel um 5,7 Prozent und die Dienstleistungen um 3,5 Prozent nominell gewachsen sind, hat sich das Gewerbe und Handwerk bei 1,2 Prozent stabilisiert. Dieser Trend zeigt sich auch in der Personalplanung – nur 13 Prozent der Betriebe planen neue Mitarbeiterinnen aufzunehmen“, betonte heute, Montag, die Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk. Für den Direktor der KMU Forschung Austria, Walter Bornett, liegen die Gründe hierfür vor allem im weiterhin schwachen Privatkonsum. Hinzu komme, dass sich der Trend verstärke, dass große Unternehmen deutlicher vom Konjunkturaufschwung profitieren als kleine. „Gewerbe- und Handwerksunternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern entwickeln sich deutlich besser. Hinzu kommt, dass viele Maßnahmen, die zuletzt für Betriebe beschlossen wurden, erst für Unternehmen mit 20 Mitarbeitern und mehr attraktiv sind - zum Beispiel der Beschäftigungsbonus“, so Bornett. 

Größere Betriebe entwickeln sich besser

Im Detail zeigt die Konjunkturauswertung der KMU Forschung Austria insgesamt sehr schwache Zahlen im ersten Halbjahr, wobei sich insbesondere das Baugewerbe deutlich schwächer präsentiert. Parallel dazu zeigt sich auch das Bauhilfsgewerbe schwach, Tischler, Hafner, Maler liegen besser. Mit guten Konjunkturzahlen punkten die Bereiche Kunststoff und Chemie. Gesamt gesehen meldeten im ersten Halbjahr 23 Prozent der Betriebe Steigerungen um durchschnittlich 11,1 Prozent, bei 57 Prozent der Betriebe lagen die Auftragseingänge auf Vorjahresniveau und 20 Prozent der Betriebe verzeichneten Rückgänge um durchschnittlich 14,0 Prozent. „Generell zeigt sich, größere Betriebe entwickeln sich besser, EPUs schlechter. 

Im dritten Quartal meldeten Hafner, Maler, Tischler und Gesundheitsberufe eine bessere Entwicklung, das Baugewerbe hinkt aber weiterhin nach.  Für das vierte Quartal sind die Unternehmerinnen und Unternehmer zwar mehrheitlich optimistisch, im Vergleich zum letzten Quartal hat der Optimismus aber abgenommen. 

Die Belastungsgrenze ist überschritten

„Wenn in Österreich weiterhin kleine Unternehmen erfolgreich tätig sein sollen, muss klar sein, dass die Belastungsgrenze überschritten ist. Viele sozialpolitische Maßnahmen treffen uns überproportional hoch. Es sollte daher bei entsprechenden Gesetzesmaterien unbedingt die Folgen für kleine Unternehmen stärker berücksichtigt werden. Denn unsere Betriebe sind die, die Jobs und Wertschöpfung in den Regionen halten und dafür sorgen, dass im Zusammenspiel mit den Gemeinden und anderen Branchen der Wirtschaft wie dem Tourismus die österreichische Wirtschaft über ein funktionierendes Rückgrat verfügt“, unterstreicht die Bundesspartenobfrau abschließend. (PWK760/us)

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