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Handels-Kollektivvertrag – WKÖ-Buchmüller: „KV-Verhandlungen sind keine Einbahnstraße“

Keine wesentlichen Annäherungen bei der 2. Runde der KV-Verhandlungen - Nächster KV-Verhandlungstermin am 20. November 2018

Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ)
© WKÖ

„Leider keine nennenswerten Annäherungen“ gab es bei den aktuellen Verhandlungen zum Handels-Kollektivvertrag für rund 407.000 Handelsangestellte in Österreich. Heute, Dienstag, hat im Haus der Wirtschaft in Wien-Wieden die zweite Verhandlungsrunde stattgefunden. Mit Unverständnis reagiert Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und Chefverhandler der Arbeitgeberseite auf die aktuellen Entwicklungen: „Wir haben aus unserer Sicht gute und substantielle Angebote auf den Tisch gelegt, die die Arbeitnehmerseite aus nicht nachvollziehbaren Gründen ausgeschlagen hat.“ 

Erklärtes Ziel der Arbeitgeberseite im österreichischen Handel war „ein vernünftiges, ausgewogenes und mit Augenmaß geschnürtes Gesamtpaket“. Von diesem sei man nach wie vor weit entfernt. So gibt es nach dem Ende der zweiten Runde seitens der GPA immer noch keine konkrete Forderung eines Gehaltsprozentsatzes, berichten auch Bundessparte Handel-Geschäftsführerin Iris Thalbauer und Sonja Marchhart, sozial- und bildungspolitische Referentin der Bundessparte Handel.

Moderne Arbeitszeitmodelle sind gefragt

Die Gewerkschaft hat ja ein üppiges Forderungspaket an den Verhandlungstisch mitgebracht. „Klar ist aber: Die Sozialpartnerschaft ist keine Einbahnstraße, auch Kollektivvertragsverhandlungen sind das nicht“, so Obmann Buchmüller. Der Handel sei zu einer Reallohnerhöhung bereit. Dafür müsse jedoch auch für die Handelsbetriebe etwas drinnen sein, etwa bessere Möglichkeiten zu modernen Arbeitszeitmodellen. „Denn bei Bedarf flexibel arbeiten zu können kommt auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zugute, die Nachfrage ist groß“, so Peter Buchmüller, der selbst Unternehmer ist.

Abschließend hofft der oberste Handelssprecher auf eine Rückkehr zu konstruktiven Verhandlungen und realistischen Forderungen, denn nur dadurch sei ein ausgewogenes Gesamtpaket und damit ein für beide Seiten positiver Abschluss machbar.

Der Termin für weitere Verhandlungen zum Handelskollektivvertrag ist der 20. November 2018. (ES/JHR)

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