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Handels-KV-Abschluss: 2,5 Prozent mehr Gehalt, Lehrlingsgehälter steigen um mehr als 8 Prozent

Verhandlungen bringen 48 Euro für die unteren Einkommen, im Durchschnitt eine Erhöhung um 2,66 Prozent - eine Stunde mehr Familienfreizeit am 24. Dezember für alle Angestellten

Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel
© WKÖ Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel, zeigt sich zufrieden mit dem erreichten Kompromiss

"Das ist ein KV-Abschluss, der sich sehen lassen kann. Allerdings sind die Arbeitgeber im Handel dabei ans Limit gegangen", sagt Arbeitgeber-Chefverhandler Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Der nach langen und zähen Verhandlungen erreichte Kompromiss in der fünften Runde der Kollektivvertragsverhandlungen für rund 450.000 Handelsangestellte und Lehrlinge im österreichischen Handel sieht die prozentuelle Erhöhung von 2,5 Prozent, mindestens jedoch 48 Euro vor. Das ergibt durchgerechnet für die gesamten Gehaltstafeln des Kollektivvertrages ein Gehaltsplus von 2,66 Prozent. Der neue Handels-KV tritt mit 1. Jänner 2019 in Kraft.

Die Lehrlingsentschädigungen werden für 2019 um mehr als acht Prozent erhöht, und zwar  auf 650 Euro im ersten Lehrjahr, 820 im zweiten, 1.100 im dritten und 1.150 Euro im vierten Lehrjahr. 2020 sollen die Lehrlingsentschädigungen dann auf 700, 900, 1.150 und 1.200 Euro steigen. "Das attraktiviert den Berufseinstieg in den Handel weiter", hält Handelsobmann Peter Buchmüller fest.

Dazu kommt, dass die Geschäfte am 24. Dezember ab 2019 bereits um 13 Uhr - anstatt wie bisher um 14 Uhr - schließen. "Das bringt für alle Angestellten im Handel eine Stunde mehr Familienfreizeit", hebt Peter Buchmüller hervor.

Weiters wurden folgende rahmenrechtliche Vereinbarungen getroffen:

  • Anspruch auf Bildungskarenz unter bestimmten Voraussetzungen
  • Anspruch auf Altersteilzeit unter bestimmten Voraussetzungen
  • Anrechnung von Karenzzeiten im Höchstausmaß von 24 Monaten für die von der Dienstzeit abhängigen Ansprüche (Jubiläumsgeld, 6. Urlaubswoche, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall und Kündigungsfrist)
  • Anspruch auf die 4-Tage-Woche (nicht zusammenhängend) bei 10 Stunden täglicher Normalarbeitszeit
  • Die Übertragung von Zeitguthaben und –schuld in die nächste Durchrechnungsperiode im Ausmaß der halben vereinbarten wöchentlichen Normalarbeitszeit. (PWK887/JHR)
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