th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Hadschieff: „Forderung der Gewerkschaft gefährdet unser System“

Ruf nach 35-Stunden-Woche im Rahmen der SWÖ-KV-Verhandlungen verschärft Probleme im Pflegebereich statt sie zu lösen

Julian Hadschieff, Obmann des Fachverbands der Gesundheitsbetriebe in der WKÖ
© WKÖ Julian Hadschieff, Obmann des Fachverbands der Gesundheitsbetriebe in der WKÖ

Als systemgefährdende Forderung bezeichnete Julian Hadschieff, Obmann des Fachverbands der Gesundheitsbetriebe in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die Forderung der Gewerkschaften GPA-djp und VIDA nach einer Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn-/Gehaltsausgleich auf 35 Stunden pro Woche im Rahmen der aktuellen Kollektivvertragsverhandlungen mit dem SWÖ (Sozialwirtschaft Österreich).

„Dies würde die gute Betreuung der Menschen in Österreich massiv gefährden“, warnt Hadschieff. Denn ein solcher Schritt würde negative Effekte in der gesamten Gesundheitsbranche auslösen, die bereits jetzt vor allem im Pflegebereich an einem drastischen Fachkräftemangel leidet. Zudem seien die von den KV-Verhandlungen betroffenen Arbeitnehmer (SWÖ) zum überwiegenden Teil nicht in der Pflege tätig, sondern in anderen Sozialberufen, z.B. in der Nachmittagsbetreuung tätige DienstnehmerInnen, KindergärtenpädagogInnen, PsychologInnen oder SozialarbeiterInnen.

„Darüber hinaus arbeiten mehr als 70 Prozent im Bereich der Sozialwirtschaft Teilzeit“, betont Hadschieff und legt die Fakten nochmals auf den Tisch:

  • Die vom SWÖ-KV betroffenen Einrichtungen tragen die Kosten nicht selbst (u.a. Lebenshilfe, Volkshilfe, Hilfswerk etc.). Diese werden überwiegend durch die öffentliche Hand finanziert (z.B. Sozialhilfegelder der Länder).
  • Mehr als 70 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer arbeiten im Bereich der Sozialwirtschaft Teilzeit.
  • In vielen Einrichtungen im Bereich Sozialwirtschaft sind nur ein kleinerer Teil tatsächlich Pflegekräfte.
  • Die Umsetzung der Forderung würde für alle Beschäftigen des SWÖ, auch jene, die nicht in der Pflege tätig sind, einer 8,6-prozentigen Lohn-/Gehaltserhöhung gleichkommen.

Konstruktive Lösungen statt Streik-Maßnahmen

„Die Branche ist sich der Bedeutung der vielen motivierten und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Pflegebereich sehr bewusst und arbeitet bereits an Maßnahmen und Lösungen, um das Problem des Fachkräftemangels in den Griff zu bekommen. Der Weg, den die Gewerkschaft jetzt einschlägt, wird die bestehenden Probleme allerdings sicher nicht lösen, sondern vielmehr verschärfen“, appelliert Hadschieff für konstruktive Lösungen statt der angekündigten Streik-Maßnahmen der Gewerkschaft kommende Woche. (PWK064/ES)

von

Das könnte Sie auch interessieren

Baustelle

BUAG-Novelle: Maßnahmen zur Durchbeschäftigung im Winter am Bau beschlossen

Nationalrat beschließt Vergütung bei Winterfeiertagen, vorgezogenen Anspruch auf 6. Urlaubswoche und Vorgriff auf Abfertigung alt bei Arbeitslosigkeit im Sommer mehr

Handwerk und Gewerbe

WKÖ: Handwerk ist ein kräftiger Hebel für die Wertschöpfung

Eindrucksvolle Leistungsschau auch in schwierigen Zeiten: Österreichs Handwerk gratuliert den deutschen Kollegen zum zehnten „Tag des Handwerks“ am 19. September. mehr