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Gute Wirtschaftsaussichten mit nachhaltigen Geschäftsideen

Klimaschutz ist mehr als ein Trend. Schon seit vielen Jahren investieren vorausschauende Firmen in grüne Technologien. Durch das Klimaschutz-Investitionspaket der Regierung kommt noch mehr Schwung in den Markt 

Berge und Sonne
© Unsplash / Thomas Galler

750 Millionen Euro wird die Regierung in den Jahren 2021 und 2022 für thermische Sanierungen und den Umstieg auf saubere Heizungen ausgeben. Allein der Heizkesselaustausch wird mit 200 Millionen Euro gefördert. Die gezielten Förderungen machen es nicht nur einkommensschwächeren Haushalten möglich, fossile Anlagen auszuwechseln, sondern eröffnen österreichischen Unternehmen neue Chancen. Ein Unternehmer, der bereits seit vielen Jahren auf umweltfreundliche Energie für Österreichs Haushalte und Gewerbebetriebe setzt, ist Alois Mochart aus der Thermenstadt Köflach.  

Energieautonomie für Jeden 

„Für mich ist es absurd, Energie immer noch teuer und umweltschädlich von weither zu transportieren, während sie uns kostenlos direkt vor der Haustür zur Verfügung steht“, sagt Mochart, Chef der gleichnamigen Firma für Installationstechnik, Photovoltaik und Badgestaltung. Konkret sind Erdwärme und Energie aus der Luft zum Heizen und Photovoltaik zur Stromerzeugung gemeint. Mit seinen 50 Mitarbeitern hat Mochart in den vergangenen Jahren bereits über 5.000 Gebäude wie etwa Einfamilienhäuser, Firmengebäude und Hotels ein Stück näher zur Energieautonomie gebracht. Die Kraft der Sonne und deren Energiespeicher wie Erde, Luft und Wasser reiche locker aus, um eine Familie zuverlässig mit Energie zu versorgen.  

Sonnenkraft unterirdisch speichern

Auch Österreichs Energieversorger setzen zunehmend auf die Kraft der Sonne, ebenso wie Wind und Wasser. Aus allen drei Elementen lässt sich sauberer Strom gewinnen. Doch Strom hat eine Eigenschaft, die Energieversorgern Kopfzerbrechen macht: Er lässt sich nicht leicht speichern. Wie das doch gelingen kann, ohne große Energieverluste, ist eine wichtige Frage der Forschung. Ein Forschungsprojekt – die „Underground Sun Conversion“ – betreibt die RAG Austria AG in der Nähe von Pilsbach im oberösterreichischen Hausruckviertel. Zentrale Frage: Wie lässt sich erneuerbare Energie speicherbar machen?

RAG
© RAG / Karin Lohberger Die RAG forscht in Oberösterreich, wie Sommerüberschüsse in den Winter verlagert werden können.

Der Sommer bringt in unseren Breiten nicht nur mehr Lebensfreude, sondern auch viel Sonnen-, Wasser- und Windenergie. Um diese Energie in den Winter zu bringen, braucht es geeignete Speichermedien. Die Idee der RAG: Erneuerbare Energie wird im Power-to-Gas-Verfahren in Wasserstoff umgewandelt. Zusammen mit CO2 wird der Wasserstoff in ausgeförderte Erdgaslagerstätten gebracht und dort durch einen natürlichen, mikrobiologischen Prozess in Methan umgewandelt. Und das ist nichts Anderes als erneuerbares Gas, das dieselben Eigenschaften wie Erdgas hat und mit denselben Geräten verwendet werden kann. Wann immer Energie gebraucht wird, kann das Gas entnommen werden – und bei Bedarf auch wieder in Strom umgewandelt werden.  

LKW-Fahren mit Erdäpfelschalen 

Umweltfreundliches Gas ist für den Vorarlberger Kartoffelspezialisten „11er“ schon lange Antrieb für eine klimaneutrale Lieferkette. Abfälle, die bei der Verarbeitung von Kartoffeln zu Pommes, Rösti und Kroketten anfallen, werden in der hauseigenen Biogas-Anlage in Frastanz zu Kraftstoff in Erdgasqualität für die LKW, die die Kartoffeln von den Bauern in Bayern anliefern. Mit dem aus Kartoffelabfällen erzeugten Biomethan könnten rund 2.600 PKW mit einer durchschnittlichen Jahreskilometerleistung von 15.000 Kilometern ein Jahr lang fahren. Biogas-Überschüsse fließen ins Vorarlberger Erdgasnetz. 

Kartoffeln
© unsplash / JESHOOTS.COM Aus Erdäpfelschalen macht das Vorarlberger Unternehmen „11er“ Biogas zum Betanken von LKWS

14,7 Millionen Euro hat der Frastanzer Betrieb seit 2004 in verschiedene Klimaschutzmaßnahmen investiert, von der Nutzung der Abwärme beim Frittieren bis zur Aufbereitung von Abwasser. Das hat zweifachen Nutzen: Einerseits bringt es „11er“ seinem Nachhaltigkeitsziel näher fruchtbare Böden, sauberes Wasser und reine Luft zu erhalten. Andererseits hilft es beim Energie- und CO2-Sparen. Seit 2004 hat das Unternehmen etwa 88 Millionen Kilowattstunden Strom eingespart, was dem Jahresbedarf von 4.400 Haushalten entspricht, und dazu 14.500 Tonnen CO2. Bis 2025 will „11er“ mindestens 25 Prozent der Emissionen seit 2004 vermeiden, die das Unternehmen derzeit durch Zertifikate ausgleicht. Eine wichtige Rolle spielen dabei auch die Mitarbeiter: Auch sie unterstützt das Unternehmen, nachhaltig zu leben, und gleicht ihre CO2-Emissionen aus Berufs- und Privatleben jedes Jahr mit Klimaschutzprojekten in aller Welt aus. 

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