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Großer Andrang beim Türkisch-Österreichischen Wirtschaftsforum: Leitl plädiert für Modernisierung der EU-Zollunion mit der Türkei 

Universität für Wirtschaft und Technik in Ankara verlieh Wirtschaftskammer-Präsident Leitl Ehrendoktorat

Leitl am Türkisch-Österreichischen Wirtschaftsforum
© wkö

Großer Andrang herrschte beim Türkisch-Österreichischen Wirtschaftsforum, das am 16. April im Österreichischen Generalkonsulat in Istanbul stattfand: Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl Präsident Leitl betonte vor mehr als 150 Gästen aus der türkisch-österreichischen Business Community, dass Österreich in den letzten Jahren in der Türkei große Investitionen vorgenommen habe und zeitweise sogar der größte Investor in der Türkei war. Auch im Außenhandel gab es eine sehr positive Entwicklung - das Gesamtvolumen im bilateralen Warenaustausch beträgt rund 3,8 Milliarden Euro, wobei seit 2016 allerdings eine Stagnation zu verzeichnen ist. Neue Investoren und Exporteure bleiben vor allem aus, weil sie sich aufgrund der politischen Entwicklung verunsichert fühlen. 

Interessante und sehr positive Ergebnisse zeigt indes eine Umfrage des AußenwirtschaftsCenters Istanbul vom Herbst 2017 unter den österreichischen Niederlassungen in der Türkei: „Nur 22 Prozent der Befragten erwarten eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation, mehr als ein Drittel sehen eine Verbesserung. Knapp 2/3 wollen in den nächsten Monaten weiter investieren“, zitierte Leitl aus der Untersuchung. Mit 76 Prozent spricht sich zudem die überwiegende Mehrheit der österreichischen Niederlassungen in der Türkei für eine Vertiefung der Zollunion zwischen der Türkei und der EU aus. Die Unternehmen wünschen sich aber auch ganz klar eine Verbesserung der Situation bezüglich politischer Stabilität, Berechenbarkeit der Wirtschaftspolitik und der Rechtssicherheit.  

Wirtschaft als Brückenbauer

Präsident Leitl sagte zu, sich sowohl als Präsident der Wirtschaftskammer als auch der Europäischen Wirtschaftskammer EUROCHAMBRES für die Aufnahme der Gespräche zur Vertiefung der Zollunion einzusetzen: „Die Wirtschaft kann hier wieder als Brückenbauer fungieren.“ Mit der Einbeziehung von Landwirtschaft und Dienstleistungen in die Zollunion würde es einen großen Schub für die wirtschaftliche Integration der Wirtschaften der EU und der Türkei geben. Allerdings machte er auch klar, dass es für Unternehmer unerlässlich ist, sich auf Rechtsstaatlichkeit und ein Umfeld ohne Ausnahmezustand verlassen zu können, um das vorhandene gute Potenzial wirklich auszuschöpfen. Hier gehe es um den Aufbau von Vertrauen. 

Die Modernisierung der Zollunion zwischen der EU und der Türkei war auch einer der zentralen Gesprächspunkte des Arbeitstreffens mit dem türkischen Zoll- und Handelsminister Bülent Tüfenkci. 

Ein weiterer persönlicher Höhepunkt für Leitl war die Verleihung des Ehrendoktorats durch die Universität für Wirtschaft und Technik in Ankara. (PWK280/SR)

Rifat Hisarciklioglu, Präsident der TOBB (Union der Kammern und Börsen der Türkei) und Vizepräsident von EUROCHAMBRES, und WKÖ- und Eurochambres-Präsident Christoph Leitl
© WKÖ Rifat Hisarciklioglu, Präsident der TOBB (Union der Kammern und Börsen der Türkei) und Vizepräsident von EUROCHAMBRES, und WKÖ- und Eurochambres-Präsident Christoph Leitl
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