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Globale Rohstoffknappheit: "Betriebe tun trotz der Belastungen alles, um Aufträge zu erfüllen"

Preissprünge bei Kunststoffen und Reinigungsmitteln belasten Betriebe – Entspannung Ende 2021 erwartet

Kunststoff
© Envato

"Weil die Rohstoff-Lieferketten teilweise unterbrochen wurden, ist es zu Preissprüngen gekommen. Der daraus resultierende wirtschaftliche Druck belastet die gesamte Branche: So sind die Preise für unterschiedliche Kunststoffe im ersten Quartal 2021 in Europa durchschnittlich zwischen 30 und 60 Prozent gestiegen“, sagt Frank Böhler, Bundesinnungsmeister der 770 gewerblichen Kunststoffverarbeiter. 

Noch ist das Ende der angespannten Rohstoffsituation nicht in Sicht. Allerdings rechnen Experten mit einer Erholung gegen Ende 2021. Hamsterkäufe, wie man sie am Anfang der Corona-Pandemie bei Konsumartikeln erlebt hat, sind freilich nicht angebracht, denn Böhler kann beruhigen: 

"Trotz extremer Lieferengpässe am Rohstoffmarkt sind die österreichischen Kunststoffverarbeiter bemüht, alle Aufträge zu erfüllen.“
Frank Böhler, Bundesinnungsmeister der Gewerblichen Kunstoffverarbeiter

Mit ähnlichen Herausforderungen sind aktuell die Gebäudereiniger und Hausbetreuer konfrontiert: Bei ihren Betriebsmitteln sind die Preise um durchschnittlich 5 bis 30 Prozent gestiegen, in Einzelfällen sogar um bis zu 450 Prozent, berichtet Gerhard Komarek, Bundesinnungsmeister der 11.000 Gebäudereiniger und Hausbetreuer: "Dies stellt die Branche neben den Corona-bedingten Auflagen vor extreme Herausforderungen, da die Reinigungsverträge über längere Zeiträume laufen und so die Kostensteigerungen nicht weitergegeben werden können. Trotz der verschärften Rahmenbedingungen werden die Reinigungsdienstleistungen, insbesondere in Hygienebereichen wie Spital, Kranken-, Pflege- und Altersheimen, voll erbracht – das ist eine bemerkenswerte Leistung, die gesellschaftliche Anerkennung und Würdigung verdient.“  

 "Wir wollen durchstarten. Und zwar mit Vollgas, nicht mit angezogener Bremse“
Renate Scheichelbauer-Schuster, Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk

Tatsächlich tun die Betriebe alles, was in ihren Kräften steht, um trotz der Materialverknappung und Preissteigerungen weiterarbeiten zu können: im eigenen Interesse, in jenem der Kundinnen und Kunden, aber auch für den Wirtschaftsstandort Österreich. Gerade jetzt, wo das Comeback großer Wirtschaftsbereiche ansteht: "Wir wollen durchstarten. Und zwar mit Vollgas, nicht mit angezogener Bremse“, betont Renate Scheichelbauer-Schuster, Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer Österreich.  

Wo immer es möglich ist, werden deshalb alternative Materialien eingesetzt, Lagerbestände aufgebraucht oder mit Herstellern Sonderkontingente vereinbart. Allerdings gibt es dabei Grenzen, denn die Gründe für die Knappheit liegen außerhalb der Reichweite der heimischen Betriebe und sind primär auf den Weltmärkten zu finden. Sie haben einen an sich erfreulichen Hintergrund: Die gute Konjunktur in China, den USA und zusehends auch in Europa, die den rot-weiß-roten Betrieben, die durch ihre besondere Qualität am Weltmarkt bekannt sind, gute Exportchancen eröffnet, führt zu einer starken Nachfrage. Dazu kommen angebotsseitige Sonderfaktoren wie coronabedingte Verzögerungen oder temporäre Stillstände in der Rohstoffproduktion, was zulasten der Lagerbestände und Vorräte ging.  

Scheichelbauer-Schuster rät dazu, trotz der aktuellen Unsicherheit an geplanten Aufträgen und Projekten festzuhalten. "Die Versorgungslage mit Rohstoffen wird sich in absehbarer Zeit einpendeln. Die Nachfrage wird aber weiterhin groß bleiben, wenn der Rückstau abgearbeitet ist.“ Denn es gibt Anlass zu Optimismus: "Das Thema ist für uns nicht gänzlich neu. Es hat auch in der Vergangenheit immer wieder Knappheiten bei Rohstoffen gegeben. Diese Verwerfungen waren meist von kurzer Dauer und der Markt hat sich innerhalb von wenigen Monaten wieder normalisiert. Dann steht dem Aufschwung nach der Krise endgültig nichts mehr im Wege", so Scheichelbauer-Schuster. (PWK251/HSP)

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