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Global Chamber Platform erteilt wachsendem Protektionismus eine klare Absage 

GCP-Vorsitzender Leitl im Vorfeld des B20 Gipfels in Berlin: weitere Öffnung der Märkte ist Garant für Wachstum und Wohlstand

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Ein klares Signal für den Abbau von ungerechtfertigten Handelshemmnissen und gegen Protektionismus und Populismus erhofft sich die Global Chamber Platform (GCP) vom nächsten G20-Gipfel der Staats- und Regierungschefs Anfang Juli in Hamburg: Eine entsprechende Erklärung hat die globale Kammern-Plattform, deren Vorsitzender Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl ist, am heutigen Dienstag bei einem Treffen in Berlin verabschiedet. Die GCP wird ihre Anliegen im Rahmen des ebenfalls in der deutschen Hauptstadt stattfindenden B20-Wirtschaftsgipfels, an dem auch Leitl teilnimmt, in den G20-Diskussionsprozess aktiv einbringen. 

Leitl: Ruf nach Abschottung setzt Frieden aufs Spiel

„Dem internationalen Handel ist es zu verdanken, dass in den vergangenen Jahrzehnten nicht nur Millionen von Jobs in der Europäischen Union geschaffen wurden. Die wachsende wirtschaftliche Verflechtung unterschiedlichster Länder hat auch einen maßgeblichen Beitrag zur Sicherung von Frieden und Wohlstand geleistet. Wer nun nach Protektionismus und Abschottung ruft, setzt all das aufs Spiel“, warnt GCP-Vorsitzender Leitl. „Freier Handel gibt faire Chancen: So wurde weltweit die extreme Armut halbiert.“

Die globalen Wirtschaftskammern stellen in ihrer Erklärung auch klar, dass Schritte unternommen werden müssen, um Handelspolitik fairer und in der Umsetzung effektiver zu gestalten. Dabei geht es insbesondere darum, jene in globale Wertschöpfungsketten einzubinden, die von diesen derzeit nicht bzw. nicht ausreichend profitieren. Zentral ist dabei auch die Unterstützung von weniger qualifizierten Arbeitnehmern. „Es ist wichtig, dass wir auch jene abholen, die sich als Verlierer der Globalisierung sehen. Durch die Ausweitung von Maßnahmen zur Weiterbildung und Umschulung sowie die Verbesserung der Mobilität von Arbeitnehmern kann hier ein wesentlicher Beitrag geleistet werden,“ betont Leitl.

KMU durch konkrete Initiativen unterstützen

Darüber hinaus müsse sichergestellt werden, dass insbesondere KMU verstärkt von der schrittweisen Öffnung von Märkten profitieren können. „Ich rufe daher die Staats- und Regierungschefs der G20 dazu auf, sich insbesondere im Rahmen der WTO dafür einzusetzen, dass auch auf multilateraler Ebene die Anliegen von KMU verstärkt durch konkrete Initiativen berücksichtigt und KMU in neue internationale Wertschöpfungsketten eingebunden werden“, so Leitl. 

Die im Jahr 2002 gegründete Global Chamber Platform bringt die 16 wichtigsten nationalen und transnationalen Kammerorganisationen aus aller Welt zusammen. Ihr Ziel ist es, internationalen Handel zu fördern und Antworten auf Fragen der Globalisierung zu liefern. Sie vertritt rund 100 Millionen Betriebe mit rund einer Milliarde Mitarbeitern. In Kooperation mit B20 ist sie die Stimme der KMU gegenüber den G20. (PWK374/SR)

WKÖ-Präsident Christoph Leitl (re.) übergibt mit Arnaldo Abruzzini (Mitte), Generalsekretär EUROCHAMBRES, Forderungen der Global Chamber Platform an B20-Vorsitzenden Jürgen Heraeus (li)
WKÖ-Präsident Christoph Leitl (re.) übergibt mit Arnaldo Abruzzini (Mitte), Generalsekretär EUROCHAMBRES, Forderungen der Global Chamber Platform an B20-Vorsitzenden Jürgen Heraeus (li)
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