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Gleitsmann: Diensthandy-Nutzung häufig auch privat 

WKÖ-Studie zeigt, dass Arbeitnehmer 21 Minuten täglich für private Telefonate, Whats-App und soziale Medien verwenden

Diensthandy-Nutzung häufig auch privat
© wkö

In Hinblick auf die Erreichbarkeit der heimischen ArbeitnehmerInnen verweist der Leiter der Sozialpolitischen Abteilung der WKÖ, Martin Gleitsmann, auf eine kürzlich durchgeführte Market-Erhebung im Auftrag der WKÖ. Darin gaben die befragten Arbeitnehmer an, im Schnitt zehn Minuten in der Freizeit durch Anrufe oder Emails beruflich beansprucht zu werden. In derselben Umfrage antworten die Arbeitnehmer aber auch, dass sie im Schnitt 21 Minuten pro Tag während der Arbeitszeit Medien für private Zwecke nutzen. Eine andere Umfrage kommt sogar auf 40 Minuten täglich, die für Social Media, Privattelefonate & Co verwendet werden.

9,5 Arbeitstage im Jahr für Privataktivitäten

„Wer kritisiert, dass der Chef mitunter in der Freizeit anruft, muss beide Seiten sehen. Denn unterm Strich ist die Privatnutzung von Medien mehr als doppelt so hoch, wie es die berufliche Erreichbarkeit in der Freizeit ist. Geht man nur von 21 Minuten pro Tag für Privataktivitäten aus, so entspricht das 9,5 Arbeitstagen pro Jahr“, so Gleitsmann.

Über 90 Prozent mit Praxis zufrieden

In Summe hat etwa ein Drittel der Arbeitnehmer ein Diensthandy, die Hälfte davon nutzt es auch für private Zwecke. Nur wenige der Dienstnehmer geben in der Market-Umfrage an, täglich in der Freizeit angerufen zu werden. Es sind lediglich 8 Prozent, mehr als die Hälfte wird sogar seltener als einmal im Monat außerhalb der Dienstzeit vom Chef belangt. Viele, die auch in der Freizeit erreichbar sind, befinden sich in leitenden Positionen und/oder weisen eine überkollektivvertragliche Entlohnung auf. Und laut Market-Umfrage sind mehr als 90 Prozent mit der Praxis der Nutzung des Diensthandys zufrieden. (PWK254/DFS)

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