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Gleitsmann zu Integrationsstudie: Gezielte Maßnahmen sind der Schlüssel zum Erfolg 

Arbeitsmarktzugang für die vom AMS künftig zu betreuenden Asylwerber öffnen

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Frühzeitig einsetzende Integrationsmaßnahmen sind der Schlüsselfaktor für eine erfolgreiche Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen. Die Basis bilden vor allem Deutschkenntnisse, eine möglichst unkomplizierte Klärung, welche Qualifikationen anerkannt werden können sowie ein rascher Zugang zum Arbeitsmarkt bereits während des Asylverfahrens. Länder, die frühzeitig und umfassend in Integrationsmaßnahmen investieren und diese Schritte umsetzen – etwa die skandinavischen Länder oder Deutschland -  verzeichnen einen deutlich besseren Integrationserfolg, bestätigte unlängst auch die OECD.

„Auch Österreich braucht gezielte und effiziente Maßnahmen, um Flüchtlinge verstärkt in den Arbeitsmarkt zu integrieren und Betrieben den Zugang zu dringend benötigten Arbeitskräften zu ermöglichen. Das macht auch die heute vorgestellte Studie von Johanneum Research klar. Dadurch können Flüchtlinge selbst zum Sozialversicherungssystem beitragen und Steuerleistungen erbringen, in der Folge werden fiskalischen Effekte der Flüchtlingszuwanderung deutlich günstiger“, erläutert Martin Gleitsmann, Leiter der sozialpolitischen Abteilung in der WKÖ.

Die heimischen Betriebe seien jedenfalls aufgeschlossen und aktiver Partner der Integration, betont Gleitsmann und verweist auf eine aktuelle Umfrage von EY, wonach 85 Prozent der befragten Unternehmen bereit wären, Flüchtlinge mit Arbeitsberechtigung zu beschäftigen. Drei von fünf Unternehmen sehen allerdings bei den Maßnahmen zur Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen Verbesserungspotenzial. 

Zugang zur Lehre für jugendliche Asylwerber

Gleitsmann: „Genau hier gilt es anzusetzen. Wir begrüßen daher das von der Bundesregierung vorgeschlagene Integrationspaket, insbesondere die frühzeitige Einbeziehung von Asylwerbern mit hoher Anerkennungswahrscheinlichkeit in Deutschkurse und arbeitsmarktpolitische Maßnahmen.“ Allerdings werde damit auch eine neue Zielgruppe vom AMS betreut, die nach derzeitiger Rechtslage vom AMS gar nicht vermittelt werden dürfte. „Daher sollte der Arbeitsmarktzugang für die vom AMS künftig zu betreuenden Asylwerber zumindest entsprechend dem Sozialpartnervorschlag geöffnet werden: Vor allem jugendliche Asylwerber mit hoher Anerkennungswahrscheinlichkeit sollen eine Lehre in allen Berufen – nicht nur wie bisher in Mangelberufen – aufnehmen dürfen.“ fordert Gleitsmann. „Durch den Zugang zur Lehre schafft man für jugendliche Asylwerber mit hoher Anerkennungswahrscheinlichkeit Perspektiven und trägt zur Ausbildung von Fachkräften – und Beitragszahlern - von morgen bei.“ 

Prinzip „Fordern und Fördern“ umsetzen

Generell sieht es der WKÖ-Experte positiv, dass die Regierung nach dem Prinzip ‚Fordern und Fördern‘ verstärkt Integrationsmaßnahmen anbieten will, gleichzeitig aber eine etwaige Verletzung der Mitwirkungspflicht sanktioniert werden soll. Auch der geplante Integrationspass trägt wesentlich zu einem verbesserten Schnittstellenmanagement bei. (PWK111/PM)

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