th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Gleißner: Zahl der Überstunden rückläufig! 

Flexibilisierung der Arbeitszeit hilft Schwankungen durch Überstunden abzufangen

Arbeitszeit
© WKÖ

„Die Österreicher leisten im Schnitt heute um fast eine Überstunde pro Woche weniger als vor 10 Jahren. Die Arbeiterkammer bezieht sich nicht darauf, dass die Zahl der Überstunden, die von ArbeitnehmerInnen geleistet werden, deutlich rückläufig sind: Während 2007 noch 367,5 Millionen Überstunden geleistet wurden, waren es 2017 nur mehr 249,6 Millionen“, betonte heute, Mittwoch, der stv. Leiter der Sozialpolitischen Abteilung in der WKÖ, Rolf Gleißner. In der von der AK zur Argumentation verwendeten Umfrage der Statistik Austria werden Überstunden, die nicht einzeln, sondern pauschal oder mit Zeit vergütet werden, oft als unbezahlt deklariert. „Hier entsteht eine Unschärfe in der Bewertung, da entsprechende Regelungen nicht als Bezahlung wahrgenommen werden, sie aber etwa durch All-in-Verträge oder andere Vergütungsmodelle gedeckt bzw gegengerechnet werden“, so Gleißner, der sich gegen Unterstellungen wehrt, Österreichs Betriebe würden Überstunden bei der Abgeltung quasi unter den Tisch fallen lassen.  

Reduktion von Überstunden würde Beschäftigung kaum erhöhen

„Überstunden einfach in Jobs umzuwandeln oder Arbeitszeit einfach umzuverteilen, ist eine Milchmädchenrechnung, die in der Realität nicht durchführbar ist“, unterstreicht der Arbeitsmarkt-Experte der WKÖ. So bestätigt eine WIFO-Studie, dass eine zwangsweise Reduktion von Überstunden die Beschäftigung kaum erhöhen würde. Gleichzeitig würde eine Strafsteuer auf Überstunden kontraproduktiv wirken: „Da die Zuschläge auf Überstunden ohnehin hoch sind, wäre es besser, Schwankungen durch Überstunden durch eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten abzufangen und damit gleichzeitig einer Hire&Fire-Politik entgegenzuwirken. Flexibilität sichert Jobs!“, so Gleißner. 

Just-in-Time-Bedarf nimmt immer weiter zu

„Aus dem Vergleich mit anderen internationalen Standorten wissen wir, dass mehr Spielräume und Flexibilität keineswegs mehr Arbeit bedeutet. Länder wie Schweden, Dänemark oder Finnland haben sogar Arbeitszeitgrenzen von 13 Stunden pro Tag, ohne dass deshalb die Arbeitszeit insgesamt länger ist. Der öffentliche Dienst oder Krankenhäuser könnten ohne entsprechende Arbeitszeitmodelle jenseits des 8-Stundentags nicht funktionieren. „In einer modernen Arbeitswelt besteht immer öfter der Bedarf, Produktionsspitzen abzudecken, der Just-in-Time-Bedarf nimmt immer weiter zu und betrifft alle Branchen, vom klassischen KMU, über den kleinen Installateurbetrieb, dem Gasthaus am Land, das eine Hochzeitsfeier organisiert oder den Gewerkschafter, der mehr als 10 Stunden einen Lohnabschluss verhandelt. Wir müssen uns also entscheiden, ob wir diesem Bedarf durch entsprechende Adaptierungen in der Arbeitszeit Rechnung tragen. Flexible Arbeitszeiten bedeuten nicht länger zu arbeiten, sondern dann, wenn Arbeit da ist. Das ist die Flexibilität die wir brauchen“, so Gleißner abschließend. (PWK196/us)

von

Das könnte Sie auch interessieren

  • Wirtschaftspolitik

Das ist Österreich - This is Austria

Überblick über die Vorteile und Stärken des Wirtschafts- und Arbeitsstandortes Österreich mehr

  • Handelspolitik

Das bringen Handelsabkommen!

Factsheet der Wirtschaftskammer Österreich mehr