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Gleißner: Arbeitszeitflexibilisierung wesentlich für Standort

Nicht irrationale Angst schüren, sondern bei Objektivität und Wahrheit bleiben

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„Es geht nicht darum, mehr zu arbeiten, sondern zu arbeiten, wann Arbeit da ist. Das sollte inzwischen auch jenen Gewerkschaftern klar sein, die unverdrossen parteipolitischen Wahlkampf gegen flexiblere Arbeitszeitregelungen betreiben“, kritisiert Rolf Gleißner, stv. Leiter der Abteilung der Sozialpolitik in der Wirtschaftskammer, die FSG/PROGE, die heute erneut vor einem generellen 12-Stunden-Tag warnen. „Die Wirtschaft hat nie einen generellen 12-Stunden-Tag gefordert, weil er nicht nur gesundheitlich, sondern auch betriebswirtschaftlich keinen Sinn macht. Aber statt bei der Sache zu bleiben, werden unnötige Ängste geschürt. Die Nationalratswahl lässt grüßen“, stellt Gleißner fest.

Mehr Flexibilität nötig 

Nach einer Market-Umfrage sind 87% der Arbeitnehmer der Meinung, heute sei mehr Flexibilität nötig als früher. Denn heute werden Aufträge kurzfristig erteilt, storniert, abgearbeitet. Unternehmen müssen just in time liefern und mit anderen Zeitzonen kooperieren. Kunden werden immer anspruchsvoller, erwarten lange Öffnungs- und Betriebszeiten und sofortigen Service. „Dieser Wandel erfordert es, dass Menschen fallweise - aber keineswegs generell! - auch mehr als 10 Stunden arbeiten. Die Mitarbeiter verstehen das, aber offenbar noch nicht alle Gewerkschafter.“ 

In Krankenhäusern und im öffentlichen Dienst, etwa bei der Polizei, sind übrigens sogar generell 13 Stunden pro Tag erlaubt, obwohl dort die Unfallgefahr viel größer ist als bei Büroangestellten. „Die Wünsche der Privatwirtschaft sind viel kleiner. Aber sogar diese werden aus rein ideologischen Motiven verweigert“, kritisiert Gleißner abschließend.
(PWK610/ RH)

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