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Gewerbe warnt, Gewerbeordnung zum parteitaktischen Spielball zu machen

Wirtschaftsstandort und Ausbildung dürfen nicht gefährdet werden

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„Die Gewerbeordnung ist zu wichtig für die Existenz von Hundertausenden Klein- und Mittelbetrieben, die 730.000 Beschäftigten und die Ausbildung der Jugendlichen in den Gewerbebetrieben, um sie zum Spielball von Parteitaktik zu machen“, warnt Scheichelbauer-Schuster, Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer Österreich.

Sie appelliert an alle politischen Entscheidungsträger, weiterhin die Grundsätze der Qualifikation, Qualität, Sicherheit, des Konsumentenschutzes und der Ausbildung zur Grundlage der Diskussion im parlamentarischen Wirtschaftsausschuss zur Gewerbeordnung zu nehmen. Gerade als Hochlohnland kann Österreich seine Wettbewerbsposition nur durch eine entsprechende Qualifikation der Unternehmer und Unternehmerinnen und der zahlreichen Fachkräfte in den Betrieben gegenüber Waren und Dienstleistungen aus Billiglohnländern behaupten. Das Modell der dualen Ausbildung im Gewerbe und Handwerk, wo rund die Hälfte aller Lehrlinge ausgebildet werden, beweist, wie gut die Qualifikation der Jugend durch qualifizierte Betriebe funktioniert. So stammen die Europameister der Berufswettbewerbe EuroSkills der letzten Jahre stets aus österreichischen Gewerbebetrieben – ein Beweis für die hohe Ausbildungsleistung des Gewerbes und Handwerks.

Kollektivverträgen darf nicht die Grundlage entzogen werden

Gleichzeitig anerkennt die Gewerbeobfrau die Wichtigkeit, dass durch die Gewerbeordnungs-Reform nicht den Kollektivverträgen die Grundlage entzogen werden darf. 

„Ich vertraue auf das Verantwortungsbewusstsein der politischen Mandatare, die Parteitaktik beiseite zu lassen und zu einer Reform der Gewerbeordnung zu kommen, die weiterhin die Wettbewerbsfähigkeit und die Ausbildung im Gewerbe und Handwerk sicherstellt“, resümiert Scheichelbauer-Schuster. (PWK427/RH)

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