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Gewerbe und Handwerk: Öffnungsperspektive für viele Branchen essenziell

Am Tourismus, der Gastronomie und der Veranstaltungsbranche hängen die Schicksale von zahlreichen Unternehmen aus vielen weiteren Branchen

Dauerlockdown; Katastrophe für Gastronomie
© Envato

Ein konkreter Fahrplan für die stufenweise Öffnung: Das ist nicht nur für die direkt betroffenen Betriebe im Tourismus, in der Hotellerie, der Gastronomie sowie der Freizeit- und Veranstaltungsbranche überlebenswichtig. Das ist auch von größter Bedeutung für zahlreiche Unternehmen im Gewerbe und Handwerk. 

"Das Gewerbe und Handwerk ist mit dem Tourismus in vielen Bereichen sehr eng vernetzt - das gilt speziell für viele vor- und nachgelagerte Branchen: Das kann der Tischer sein, der Hoteleinrichtungen liefert. Das Bauunternehmen, dem Aufträge entgehen. Die Bäckerin oder der Fleischer, die Hotels und Restaurants beliefern. Die Berufsfotografin, der Florist oder auch die Kleidermacherin, die jetzt kaum Aufträge haben, weil Events, Hochzeiten und Bälle ausfallen", sagt Renate Scheichelbauer-Schuster, Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Auch den mittlerweile wieder geöffneten körpernahen Dienstleistern mache die geringere Kundenfrequenz schwer zu schaffen. 

In normalen Jahren ist die Tourismusbranche für fast 24 Milliarden Euro direkte Wertschöpfung verantwortlich – und trägt zusätzlich weitere 6 Milliarden Euro indirekt, also über vorgelagerte Bereiche, zur Wirtschaftsleistung bei. Die im Tourismus getätigten Investitionen werden überwiegend in der Region wirksam und fungieren dort als Konjunkturmotor. 

Ruf nach konkreter Perspektive  

Deshalb wird der Ruf nach einer konkreten Öffnungsperspektive für die geschlossenen Branchen immer lauter: "Wir brauchen klare Vorgaben, bei welchen Inzidenzen und unter welchen Auflagen Events wie Hochzeiten wieder möglich sein werden", fordert Johann Obendrauf, stellvertretender Bundesinnungsmeister der Floristen. 

"Der Erhalt von Fachkräften wird immer schwieriger, die Leute suchen sich Jobs in branchenfremden Unternehmen und kommen nie wieder zurück. Besonders hart trifft der andauernde Lockdown der Hotellerie und Gastronomie natürlich unsere zuliefernden Betriebe im Lebensmittelgewerbe, die nach wie vor bis zu 90 Prozent Umsatzverlust zu verkraften haben“, ergänzt Leo Jindrak, Innungsmeister der Österreichischen Konditoren und Vizepräsident der Wirtschaftskammer Oberösterreich. 

"Für jene Unternehmen, deren Kundenliste aus Restaurants und Hotelbetrieben besteht, ist der Dauer-Lockdown eine Katastrophe. Ein Ausblick auf konkrete Öffnungsschritte in der Gastronomie und Hotellerie wäre ein dringend benötigter Hoffnungsschimmer für unsere Betriebe“, sagt Kuno Graßner, stellvertretender Bundesinnungsmeister und Sprecher der  Textilreiniger im gewerblichen Bereich. 

"Der Permanent-Lockdown kann auf Dauer nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Wir brauchen eine Perspektive für kontrolliertes Öffnen“
Renate Scheichelbauer-Schuster, Bundessparten-Obfrau Gewerbe und Handwerk 

"Uns stehen heute zum Glück wesentlich mehr Instrumente zur Verfügung als noch vor einem Jahr. Der Permanent-Lockdown kann auf Dauer nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Die Menschen sind lockdown-müde. Wir brauchen eine Perspektive für kontrolliertes Öffnen“, betont Scheichelbauer-Schuster. 

Für die Devise "Testen, testen, testen" könnte es einen Turboschub geben: Ein niederschwelliger, einfacher Gratistest, der vor Ort im Betrieb der körpernahen Dienstleister für den Kunden kontrolliert durchgeführt wird, würde die Ressourcen für Testungen deutlich erhöhen. Eine weitere Maßnahme wäre, dass den Heilmasseuren die Abnahme von Schnelltests über einen Nasen-Rachen-Abstrich ermöglicht wird, da sie die erforderliche Qualifikation aufweisen. "Damit stünden schlagartig 3.000 Expertinnen und Experten zusätzlich für Tests zur Verfügung", so Scheichelbauer-Schuster. (PWK137/HSP)

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