th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Gebäudereiniger: Faktencheck zu Österreichs „sauberster“ Branche 

„Tag der Putzfrau“: Profis sind Reinigungstechniker und nicht „Putzfrauen“ - massive Investitionen der Branche in die Aus- und Weiterbildung der MitarbeiterInnen

Gebäudereiniger: Faktencheck zu Österreichs „sauberster“ Branche
© wkö

Anlässlich des gestrigen „Tages der Putzfrau“ vom 8. November gilt es für die Branche auf einige wesentliche Fakten hinzuweisen:

Für qualifizierte Reinigungstechniker/Kräfte ist der Ausdruck „Putzfrau“ nicht mehr adäquat, viel zu umfangreich und vielfältig ist der Tätigkeitsbereich, auch arbeiten ca. 30 Prozent Männer in der Reinigungsbranche.

Die Gebäudereinigerbranche ist die Integrationsbranche für Personen aus über 30 Nationen, auch von gering qualifizierten. Derzeit werden ca. 55.000 Personen in der Branche beschäftigt, laut einer KMU Austria Studie aus dem Jahr 2016 liegt die Teilzeitquote bei 61 Prozent. Der Anteil der Arbeitnehmer mit ausländischer Staatsbürgerschaft beträgt 62 Prozent, der Frauenanteil 71 Prozent, der Umsatz der Branche betrug zuletzt ca. € 1,8 Milliarden.

Mindestlohn bereits mit 1.1.2018 umgesetzt

In Hinblick auf das Lohnniveau der Gebäudereinigerbranche wurde mit Wirksamkeit vom 01.01.2018 die Mindestlohnforderung von € 1.500,00 in der niedrigsten Lohngruppe bei Vollzeitbeschäftigung umgesetzt. In Lohngruppe 6 (ungelernte Arbeiter) beträgt der Stundenlohn derzeit 8,68 Euro pro Stunde, was eine Jahresgehaltssumme € 21.047,26 (14 Gehälter) ergibt (12 Monatsäquivalente in Höhe von € 1.753,93). In Lohngruppe 1 (Facharbeiter) beläuft sich der Stundenlohn auf 10,60 Euro, was eine Jahresgehaltssumme von 25.702,88 Euro ergibt (14 Gehälter), bei 12 Monatsäquivalenten ergibt dies 2.141,90 Euro.

In den vergangenen Jahren wurden von der Branche massive Anstrengungen unternommen, die Ausbildung aufzuwerten, der Lehrberuf Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereinigung wurde durch den Lehrberuf Reinigungstechnik ersetzt. Hier wurde der Lehrberuf modernisiert und die Lehrzeit von 2,5 auf 3 Jahre verlängert. Als eine der ersten Brachen wurde ein Qualitätsleitfaden für die Lehre entwickelt. Weiters wurden Ausbildungsunterlagen für den neuen Lehrberuf Reinigungstechniker erstellt. Für die Meisterausbildung wurde das Handbuch (750 Seiten) entwickelt welches mittlerweile in der vierten Auflage aufliegt und erstmalig auch alle branchenrelevanten Normen enthält.

Zur Zeit laufen die Arbeiten am Qualitätshandbuch NQR der Meisterprüfung, erstmals wurde auch ein Branchenleitfaden Arbeitssicherheit erstellt. Die Gebäudereiniger haben 2018 als erste Branche eine Branchensprach-APP entwickelt und den Mitgliedern und Mitarbeitern kostenlos zur Verfügung gestellt um den Spracherwerb zu fördern - 18 Sprachen stehen zur Verfügung.

Faire Arbeitsbedingungen, maximale Arbeitsbelastung

Unter dem Stichwort faire Arbeitsbedingungen wurde die ÖNORM D2050 Reinigungsleistung geschaffen, welche die maximale Arbeitsbelastung der Mitarbeiter pro Stunde festlegt, diese wurde durch Aufnahme in den KV verbindlich gemacht. Auch ist es gelungen das Bestbieterprinzip für Reinigungsleistungen im Bundesvergaberecht zu verankern.

„Neben all unseren fachlichen Bemühungen setzen wir verstärkt auf Öffentlichkeitsarbeit um die Vielfalt des Leistungsspektrums von Hygiene bis Werterhalt der Branche ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken“ so BZO KR Gerhard Komarek. (PWK761/Us)

von

Das könnte Sie auch interessieren

  • Transport und Verkehr
zug

Eisenbahnen: Fachverband verwundert über Blockade-Haltung der Gewerkschaft zur freiwilligen Lohnerhöhung seitens der Unternehmen 

Obmann Scheiber appelliert an Sozialpartner: „KV-Verhandlungen nicht für politische Ziele auf dem Rücken der gesamten Branche missbrauchen.“ mehr

  • Bank und Versicherung
Pensionskassen

Zusatzpensionen als Ergänzung zur staatlichen Pension müssen rasch ausgebaut werden 

Pensions-Enquete als Impulsgeber: Forderungen der ARGE Zusatzpensionen zum Ausbau der betrieblichen und privaten Altersvorsorge fielen auf fruchtbaren Boden mehr