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Gastronomie begrüßt Regierungsübereinkommen 

WKÖ-Pulker: „Branche hat endlich den Stellenwert, den sie verdient!“

Gastronomie
© wkö

„Die Tatsache, dass der Tourismus im neuen Regierungsprogramm mit einem ganzen Kapitel vertreten ist, zeigt, dass die künftigen Regierungsparteien die enorme Bedeutung unserer Branche für die österreichische Volkswirtschaft erkannt haben. Besonders positiv ist auch, dass viele Forderungen und Vorschläge der Interessenvertretung in das Papier aufgenommen wurden,“ kommentiert der Obmann des Fachverbandes Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Mario Pulker, das Programm der neuen Regierung. Anders als die bisherige SP-VP Koalitionsregierung, die dem Tourismus gerade einmal vier Zeilen gewidmet hat, sind im aktuellen Übereinkommen neben dem eigenen Tourismus-Kapitel auch beim Thema „Standort und Nachhaltigkeit“ Maßnahmen zur Förderung der „unternehmerischen Freiheit und Entlastung für Gastronomie und Tourismus“ vorgesehen. 

Besonders hervorzuheben sind aus Sicht der Branche dabei: 

  • Flexible und praxisgerechte Arbeitszeitregelungen für Betriebe und Beschäftigte in der Gastronomie, Entbürokratisierung der familienhaften Mitarbeit
  • Anpassung der Abschreibungsdauer an die tatsächliche Nutzungsdauer 
  • Senkung der Lohnnebenkosten ohne Leistungsreduktion
  • Neuauflage der ÖHT-Förderaktion „Landgasthäuser“
  • Erleichterung der Betriebsübergabe in der Familie, erhöhter Freibetrag bei der Grunderwerbsteuer
  • Senkung der Körperschaftsteuer, insbesondere im Hinblick auf nicht entnommene Gewinne und im Hinblick auf die Mindest-KöSt.

Erleichterung über Entscheidung gegen totales Rauchverbot

Besonders erleichtert ist die Branche auch über das Bekenntnis zur Abschaffung des generellen Rauchverbotes, das mit 1. Mai 2018 als eines der schärfsten Verbotsgesetze in Europa eingeführt hätte werden sollen. Allerdings seien noch Abstimmungen notwendig, so Pulker. „Aus unserer Sicht wäre es am besten, wenn die bisher gültige Regelung beibehalten wird, bevor auf ein neues Modell, das sogenannte „Berliner Modell“ umgestiegen wird“, betont der oberste Gastronomie-Sprecher und präzisiert: „Wenn zusätzliches Geld für verstärkte Raucher-Präventionsmaßnahmen lukriert werden soll, wäre es naheliegend, die Steuern auf Tabakprodukte zumindest auf das Niveau unserer westlichen Nachbarstaaten Deutschland, Schweiz und Italien anzuheben, anstatt eine neue Sondersteuer einzuführen, die von Gastwirten für Raucherplätze zu bezahlen ist. Dies wird es mit uns so jedenfalls nicht geben!“ 

Die Regierung hat sich mit ihrem Programm für unsere Branche hohe Ziele gesetzt, wir hoffen, dass die vereinbarten Maßnahmen im Interesse unserer 60.000 Mitgliedsbetriebe nun auch zügig umgesetzt werden.  

Fachverband Gastronomie 

Der Fachverband Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich vertritt rund 60.000 Gastronomiebetriebe mit über 150.000 Beschäftigten. Mit einem Umsatz von ca. 9,8 Mrd. Euro leistet die heimische Gastronomie einen wertvollen Beitrag zur österreichischen Wirtschaft. (PWK979/ES)

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