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Früheres Pensionsantrittsalter schafft Ungleichheit für Frauen 

WKÖ-Vizepräsidentin Schultz: Anpassung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters muss rasch umgesetzt werden

„Das derzeitige Pensions-System schafft Ungleichheit und ist Frauen gegenüber äußerst unfair. Durch das frühere gesetzliche Pensionsantrittsalter wird Frauen die Möglichkeit genommen, die meist einkommensstärksten Jahre ihres Berufslebens voll zu lukrieren“, sagt Martha Schultz, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft. Frauen verlieren dabei in doppelter Hinsicht, denn es werde ihnen durch das frühere Ausscheiden aus dem Erwerbsleben mitunter auch die Möglichkeit weiterer Karriereschritte genommen.

Die aktuelle Pensionsdiskussion müsse daher ganzheitlich betrachtet und es dürfen nicht nur einzelne Teilbereiche isoliert herausgehoben werden, so Schultz: „Denn ein massiver Faktor für die stark divergierenden Pensionsbezüge zwischen Männern und Frauen sind die Unterschiede beim Pensionsantrittsalter.“  Das gesetzliche Pensionsantrittsalter liegt in Österreich für Frauen bei 60 Jahren, für Männer bei 65 Jahren und dies obwohl Frauen eine um über fünf Jahre längere Lebenserwartung haben. Schultz: „Die Angleichung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters muss daher rasch umgesetzt werden.“

Unterstützung für berufstätige Frauen

Im Zuge der aktuellen Diskussion über das österreichische Pensions-System müsse aber auch über sinnvolle Unterstützungsleistungen für berufstätige Frauen mit Kindern diskutiert werden. „Diese Frauen brauchen gute Kinderbetreuungseinrichtungen und das flächendeckend in ganz Österreich. Davon würden sie wirklich profitieren“, so Schultz abschließend.

Frau in der Wirtschaft (FiW) in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) vertritt die Interessen der rund 120.000 österreichischen Unternehmerinnen. Diese leisten einen maßgeblichen Beitrag zu Beschäftigung und Wohlstand in Österreich: Mehr als jedes dritte Unternehmen in Österreich (rund 37 Prozent) wird von einer Frau geleitet und bereits 44 Prozent der Unternehmensneugründungen erfolgen durch Frauen. (PWK625/BS)

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