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Freier deutsch-österreichischer Strommarkt bleibt mit kleinen Abstrichen erhalten – Leitl: Verteuerungen verhindert

WKÖ: Gemeinsame Absicherung der verlässlichen Stromversorgung - Abbau aller Grenzbarrieren muss Ziel der Energieunion bleiben

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Erfolg für die heimische Wirtschaft: Der gemeinsame deutsch-österreichische Strommarkt bleibt erhalten, nur die Spitzen werden gekappt. Deutschland nimmt von der angekündigten einseitigen Auflösung der gemeinsamen Strompreiszone Abstand. Österreich akzeptiert eine Festlegung von 4.900 Megawatt Strom als gesicherte freie Langfristkapazität. Dies ist das Ergebnis der Verhandlungen zwischen den Energieregulatoren Österreichs und Deutschlands.

Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl freut sich über den Verhandlungserfolg: „Wir begrüßen, dass der Kelch der Trennung der Marktgebiete an der österreichischen Wirtschaft vorübergeht. Die garantierte freie Kapazität für den grenzüberschreitenden Stromfluss von 4.900 Megawatt reicht für Normalsituationen aus. Eine Beteiligung Österreichs an Kosten Deutschlands konnte ebenfalls vermieden werden.“

„Wichtig ist auch, dass die Kapazität stufenweise wieder auf 6.000 bzw. 7.000 Megawatt angehoben wird, bis dahin werden die Engpässe behoben geschaffen,“ erläutert Stephan Schwarzer, Leiter der WKÖ-Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik.

Kostensprung von bis zu 15% vermieden

Zunächst wurde für österreichische Stromkunden ein Kostensprung von 10 bis 15% vorausgesagt – das hätte für die Wirtschaft einen schweren Wettbewerbsnachteil bedeutet. Mit dem heutigen Verhandlungsergebnis wird die Steigerung deutlich geringer ausfallen, die Chancen sind gut, dass ein merkbarer Effekt überhaupt ausbleibt. Dem österreichischen Interesse kommt auch entgegen, dass der Beginn des neuen Netzregulativs um drei Monate auf Oktober 2018 verschoben wurde. 

„Der Stromregulator E-Control und das Wirtschaftsministerium haben die österreichischen Interessen mit Nachdruck vertreten und die deutsche Seite an den Verhandlungstisch zurückgeholt. Die Europäische Energieunionmuss aber weiterhin daran arbeiten, dass aus segmentierten nationalen grenzüberschreitende europäische Energiemärkte werden,“ unterstreicht Schwarzer.

Versorgungssicherheit gewährleisten

Die Krisensituation, die die deutsche Seite in Bedrängnis gebracht hat, resultiert aus eine überhitzten Ökostromförderung. Diese wurde vom deutschen Gesetzgeber zwar mittlerweile auf ein marktkonformes Ausschreibungsmodell umgestellt, um die Konsumenten nicht über Gebühr zu belasten. Weiterhin werden aber Strommengen erzeugt, die weit über den deutschen Bedarf und vor allem die Leitungskapazitäten hinausgehen. Die Bewirtschaftung der Stromleitungskapazitäten soll die künftige Versorgung absichern.

Bei der Versorgungssicherheit werden Österreich und Deutschland verstärkt an einem Strang ziehen: So wie Deutschland Österreich schon oft mit Stromexporten über die Runden geholfen hat, wird Österreich in Zeiten der „Dunkelflaute“ (kein Wind für Windkraft, zu dunkel für Sonnenstrom) kalorische Kraftwerkskapazitäten für die Netzstabilität zur Verfügung stellen. 

Weiterhin gilt, dass es zu den vordringlichen Aufgaben der Europäischen Energieunion gehört, Nadelöhre und Flaschenhälse der grenzüberschreitenden Energieflüsse durch Netzausbau und Verstärkung der Interkonnektoren zu beseitigen,  damit Haushalten und Betrieben in beiden Ländern Blackouts erspart bleiben. (PWK413/PM)

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