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Frauen in die IT

MINT-Fächer müssen alle ansprechen

Frauen in der IT
© WKÖ

Informatik, Technik, Robotik: Galten diese Berufsfelder bisher stets als männlich dominiert, kommt schön langsam Bewegung in das Geschlechterverhältnis: Einer im August 2019 durchgeführten Erhebung zufolge erlernten 38,4 Prozent mehr junge Frauen einen IT-Lehrberuf als noch im Vorjahr. Trotz dieser positiven Dynamik ist die IT-Branche noch immer weit entfernt von einer ausgeglichenen Repräsentation der Geschlechter.  

Trotz bester Karrieremöglichkeiten sind wenige Frauen an einem IT-Beruf interessiert. Dies zeigt sich in der Hochschulbildung, an Arbeitsplätzen oder am Unternehmertum. Die Studie Women in the digital age (2018) der Europäischen Kommission bestätigt diesen Trend: Nur 24 von 1000 Hochschulabsolventinnen wählen ein IKT-bezogenes Fach, nur sechs arbeiten nach dem Abschluss im digitalen Sektor. Die Studie ergab auch, dass mehr Frauen im digitalen Sektor der europäischen Wirtschaft einen jährlichen BIP-Schub von 16 Milliarden Euro bringen könnten.

Auch der IKT Statusreport #4 der Fachgruppe UBIT hat als drängendes Ziel definiert, mehr Frauen in die IKT-Branche zu lotsen. Die Branche boomt, und in Österreich fehlen 10.000 Fachkräfte für wichtige IT-Jobs. Bis 2020 wird laut EU-Kommission europaweit sogar mit einer Lücke von rund einer Million IT-Arbeitskräften gerechnet.

Die Gründe liegen in der Erziehung

Die Österreichische Computer Gesellschaft (OCG) sieht gleich mehrere Gründe für die ungleiche Geschlechterverteilung in IT-Berufen. Neben erzieherischen Einflüssen aus dem Elternhaus, unzureichender Berufsinformation und fehlenden weiblichen Rollenvorbildern sorgt die erschwerte Situation von Frauen in männlich geprägten Berufsfeldern für Probleme. Dazu kommt eine nicht zeitgemäße, klischeehafte Vorstellung von der IT, die auf junge Mädchen wenig ansprechend wirkt.

Ein wiederkehrendes Problem ist, dass junge Frauen ein Informatik-Studium oft für unschaffbar halten, weil ihnen vom familiären und schulischen Umfeld davon abgeraten wird. Hier muss ein Umdenken erfolgen, auch im Image: weg vom engen Berufsbild des Coders hin zu digitalen GestalterInnen der Zukunft. Die Weichen dafür werden oft schon in der Kindheit und Jugend gelegt.

TED Talk: The key to more women in technology | Marianna Budnikova | TEDxBoise

Wille zur Innovation

Was im Elternhaus nicht immer gegeben ist, sollte garantierter Teil der Schulbildung sein. Auch in der Bildungsoffensive der WKÖ ist die Neugierde und das Interesse an MINT -  also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik - von großer Bedeutung. Das Ziel ist, dass alle Kinder und Jugendlichen die Möglichkeiten haben, Zukunftskompetenzen zu erwerben. Neben spielerischen Ansätzen und Veranstaltungen wie Jugend-Hackathons und Coding Days sollte der Lehrplan in der Schule um Wirtschaftswissen ergänzt und MINT-Kompetenzen gefördert werden - mit dem klaren Ziel, veraltete Rollenverteilungen zu überwinden.


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