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Forschungsprämie anheben

Ziel: Mehr öffentliche Mittel für Forschung und Entwicklung

Die Forschungsprämie soll als standortrelevantes Instrument der FTI-Strategie langfristig gesichert und - wie von der Regierung angekündigt - angehoben werden. Gleichzeitig soll der administrative Aufwand bei F&E-Förderungen in allen Phasen durch praxisorientierte Zusammenarbeit zwischen Förderagenturen, Ministerien und Unternehmen reduziert werden.

Ziel der Maßnahme

Anhebung der Forschungsprämie von 12 % auf 15 % für alle Betriebsgrößen ab 2018, damit Unternehmen mehr in Forschung, Entwicklung und Innovation investieren. Die Forschungsprämie ist eines der wichtigsten Instrumente für den österreichischen FTI-Standort. Durch die Erhöhung der Forschungsprämie kann die F&E-Intensität der österreichischen Wirtschaft gehoben werden und Innovation mehr als bisher zu Wachstum, Beschäftigung, Produktivitätsfortschritt und Wettbewerbsfähigkeit beitragen.

Problemaufriss und Ausgangslage

Neben der Direktförderung der F&E-Projekte von Unternehmen durch die Österreichische ForschungsförderungsGmbH (FFG) und Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) ist die Forschungsprämie auf Bundesebene die wichtigste Maßnahme zur Stärkung der FTI-Leistung Österreichs. Die Forschungsprämie kann von allen innovativen Unternehmen geltend gemacht werden, die selbst in Eigenforschung oder Auftragsforschung bzw. experimentelle Entwicklung (F&E) investieren; für Auftragsforschung bis zu einer maximalen Bemessungsgrundlage von einer Mio. Euro/Jahr.

Mit der Einführung des für die Geltendmachung der Forschungsprämie zwingend nötigen Gutachtens der FFG im Jahr 2012 und die Anhebung auf von 10 % auf 12 % ab 2016 wurde eine neue Basis für die Geltendmachung und effiziente Abwicklung geschaffen. Nach einer Evaluierung der Abwicklungsmodalitäten durch das BMF im Jahr 2015, die sich als zielführend erwiesen haben, wurde im Nationalrat 2016 auch eine Wirkungsevaluierung bis 2017 beschlossen, die zwischenzeitlich vom BMF beauftragt ist. Erste Ergebnisse werden ca. Ende Jänner 2017 vorliegen. Die Bundesregierung hat bei positiver Evaluierung eine Anhebung der Forschungsprämie (z.B. von 12 % auf 15 %) ab 2018 in Aussicht gestellt.

Zahlen, Daten und Fakten zur Entwicklung bzw. Internationaler Vergleich

Die seit 2003 mehrmals erhöhte und um die Auftragsforschung erweiterte Forschungsprämie ist ein wirkungsvolles Instrument für den Forschungs- und Innovationsstandort.

  • Von 2002 bis 2016 haben sich die F&E-Aufwendungen des inländischen Unternehmenssektors von 2,09 Mrd. Euro auf 5,13 Mrd. Euro (+145 %) erhöht.
  • Viele der innovativen Unternehmen mit Produktion in Österreich sind gleichzeitig auch wichtige Forschungsstandorte international tätiger Unternehmen. Von Österreichs Bruttoausgaben für F&E in der Höhe von 10,7 Mrd. Euro im Jahr 2016 kommen 1,7 Mrd. Euro aus dem Ausland – überwiegend von Konzernmüttern heimischer Unternehmen.
  • Die Forschungsprämie ist für forschungsintensive Start-Up-Unternehmen wichtig, weil sie auch von Unternehmen geltend gemacht werden kann, die (noch) keine Gewinne erzielen.

Ausbezahlte Forschungsprämie in Mio. Euro

Ausbezahlte Forschungsprämie in Mio. Euro









  • Seit 2006 haben viele Länder die steuerlichen Begünstigungen für F&E deutlich, zum Teil sogar dramatisch, gestärkt. Österreich zeichnet sich durch einen Mix von Direktförderung und steuerlichen Maßnahmen aus, die sich auf die Absorptionsfähigkeit in der Wirtschaft (eigene F&E-Aufwendungen sind Voraussetzung) und Wirkung (die F&E-Aufwendungen der Wirtschaft
    insgesamt stark gestiegen) stützen.
  • Die OECD (OECD Science, Technology and Innovation Outlook 2016) vergleicht die Dynamik der steuerlichen Maßnahmen und den Anteil der F&E-Förderung, der Unternehmen zu Gute kommt, zwischen 2006 und 2014. In Österreich kam es zur jährlichen Steigerung der F&E-Aufwendungen von Unternehmen von 11,75%. Der auf Unternehmen fallende Anteil der öffentlichen Mittel stieg um jährlich 2,99%. Österreich liegt damit im Mittelfeld vergleichbarer Länder.
  • Nach der F&E-Statistik liegt Österreich hinsichtlich des Anteils der Unternehmensausgaben an den gesamtstaatlichen F&E-Aufwendungen mit 71% an fünfter Stelle in der EU; hinter Slowenien (76%), Bulgarien (73%), Ungarn (73%), Belgien (72%) und Irland (72%), aber vor Schweden (70%), Deutschland (68%), Finnland (67%), Großbritannien (66%) und Frankreich (65%).

Details zur Ausgestaltung und Nutzen der Maßnahme

Anhebung der Forschungsprämie von 12% auf 15% für alle Unternehmensgrößen ab 2018.

Finanzielle Auswirkungen

Mindereinnahmen für den Bund im Ausmaß der zusätzlich gewährten Forschungsprämie von ca. 150-165 Mio. Euro jährlich – je nach Dynamik der betrieblichen F&E-Aufwendungen.

Betroffene Unternehmen

Alle Unternehmen mit F&E-Aufwendungen (ca. 5.000), vor allem Unternehmen mit hoher F&E-Intensität, innovative Mittelbetriebe und Start-Ups – unabhängig von der Gewinnsituation.

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