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FiW: Kinderbetreuungsplätze dringend gesucht zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf 

WKÖ-Vizepräsidentin Schultz: Forderung nach Ausweitung der steuerlichen Absetzbarkeit von Betreuungskosten für Kinder bis zum Ende des Pflichtschulalters

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Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) kritisierte vor kurzem die Rahmenbedingungen für Frauen im Berufsleben. Frauen fänden hauptsächlich in Teilzeit eine Beschäftigung, wodurch die traditionellen Geschlechterdifferenzen in der Beschäftigungsverteilung verstärkt würden. Die OECD vertritt daher die Ansicht, dass Kinderbetreuungseinrichtungen und Ganztagsschulen ausgebaut werden müssen, damit Vollzeitbeschäftigung und Kindererziehung vereinbart werden können.

Die Kritik der OECD an den Rahmenbedingungen für weibliche Arbeitskräfte kann Martha Schultz, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft (FiW), nur bestätigen: „Seit langem fordern wir eine Verbesserung der Betreuungsmöglichkeiten – in quantitativer und qualitativer Hinsicht, und das flächendeckend für ganz Österreich.“ Durch eine bessere Betreuungssituation würden sich viele Probleme lösen lassen, angefangen von einer Verbesserung der Situation von Frauen am Arbeitsmarkt bis hin zur Bekämpfung der Altersarmut.

Schultz: Jährlich absetzbare Betreuungskosten ausweiten

Dabei dürfe die Betreuungsnotwendigkeit nicht nur auf (Klein-)Kinder reduziert werden, vergessen werde oft, dass auch 10- bis 14jährige Jugendliche noch Unterstützung brauchen. „Hier sollte die Ausweitung der steuerlichen Absetzbarkeit von Betreuungskosten so schnell als möglich umgesetzt werden“, fordert Schultz. Bislang sind nur die Kosten für die Kinderbetreuung in Höhe von maximal 2.300 Euro pro Kalenderjahr und Kind bis zum zehnten Lebensjahr absetzbar. Dieser Betrag soll erhöht und die Altersgrenze bis zum Ende des Pflichtschulalters (10 – 14 Jahre) ausgeweitet werden, so Schultz.

Frau in der Wirtschaft (FiW) in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) vertritt die Interessen der rund 120.000 österreichischen Unternehmerinnen. Diese leisten einen maßgeblichen Beitrag zu Beschäftigung und Wohlstand in Österreich: Mehr als jedes dritte Unternehmen in Österreich (rund 37 Prozent) wird von einer Frau geleitet und bereits 44 Prozent der Unternehmensneugründungen erfolgen durch Frauen. (PWK495/BS)

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