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Fachverband Telekom: Schieflage für heimische Mobilfunkanbieter seit Roaming-Wegfall 

Evaluierung der EU-Kommission unbedingt noch 2017 durchziehen, sonst droht nachhaltige Schädigung des heimischen Mobilfunkmarktes zu Lasten von Anbietern und Kunden

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Seit dem Wegfall der Roaming-Entgelte innerhalb der EU im Juni 2017, können Reisende zu denselben Bedingungen wie zu Hause Telefonieren und Surfen. Aktuelle Zahlen zeigen deutlich, dass diese neuen Freiheiten auch sofort aufgegriffen wurden: Insbesondere mobiles Internetsurfen ist seit Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sprunghaft gestiegen.

Während allerdings für Nutzer die Rechnung voll aufgegangen ist, zahlen heimische Mobilfunkunternehmen durch die neue Regelung drauf, da der EU-Gesetzgeber verabsäumt hat, im gleichen Ausmaß die Vorleistungskosten für heimische Mobilfunkanbieter im Ausland zu senken. Die Folge: Heimische Anbieter müssen bei jedem Download und Anruf im EU-Ausland bis zu fünf Mal mehr zahlen als im Inland, während die Endkundentarife gleichbleiben. „Dadurch subventionieren heimische Anbieter und Kunden den Mobilfunksektor in den Nachbarstaaten zulasten der Weiterentwicklung von Services im Inland,“ kritisiert Philipp Graf, Geschäftsführer des Fachverbandes Telekom/Rundfunk in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Gerade in Österreich - geprägt von starkem Wettbewerb im Mobilfunksektor und niedrigen Tarifen - wirke sich diese Schieflage negativ aus.

Evaluierung der Folgen unbedingt noch 2017

Deshalb müsse seitens der EU-Kommission die für die kommenden Jahre in Aussicht gestellte Evaluierung der Folgen - auf Basis der Erfahrungen im ersten Quartal nach Einführung von „Roaming like at home“ – unbedingt noch 2017 durchgezogen werden, sonst drohe eine nachhaltige Schädigung des heimischen Mobilfunkmarkteszu Lasten von Anbietern und Kunden, heißt es aus dem Fachverband. Ziel müsse es sein, die Einkaufspreise ebenso umgehend auf nationales Niveau „like at home“ zu senken.

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