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Fachverband Schienenbahnen: „Ja, aber“ zum ÖBB Sicherheitspaket 

Scheiber: „Auch die Investitionen in die Privaten Regionalbahnen verdoppeln“

Der Fachverband Schienenbahnen in der Wirtschaftskammer Österreich begrüßt das von der ÖBB vorgestellte Sicherheitspaket mit Investitionen von über einer Milliarde Euro in technische Aufrüstungen. Fachverbandsobmann Thomas Scheiber weist aber darauf hin, die Privaten Regionalbahnen ebenfalls verstärkt im Infrastrukturbudget zu berücksichtigen und fordert eine Verdoppelung der Bundesmittel von 35 auf 70 Mio. Euro: „Die Privaten Regionalbahnen müssen derzeit mit einem Budget von 35 Mio. Euro für knapp 900km Schiene auskommen. Das ÖBB Sicherheitspaket darf nicht auf Kosten der kleinen und mittleren Eisenbahnunternehmen gehen, die massiv unter Druck geraten und bereits jetzt dringend nötige Investitionen nicht mehr tätigen können.“

Herausforderung Eisenbahnkreuzungen

Jeder in die Sicherheit investierte Euro ist sowohl für die Fahrgäste als auch die Eisenbahnverkehrsunternehmen wichtig. Die Bundesmittel für die Privaten Regionalbahnen in der Höhe von 35 Mio. Euro bestehen jedoch seit 15 Jahren in derselben Höhe. „Damit sind keine Zukunfts-Investitionen möglich, wir leben von der Substanz“, sind sich die Geschäftsführer der Privaten Regionalbahnen einig. Nicht zuletzt durch Gesetze und Verordnungen vorgegebene Investitionen setzen die Unternehmen aber verstärkt unter Druck. Im Rahmen der Eisenbahnkreuzungsverordnung sind die Privaten Regionalbahnen damit konfrontiert, in den nächsten Jahren über 1.200 Eisenbahnkreuzungen mit neuen Schranken- und Lichtsignalen aufzurüsten. Das alleine sind Investitionen von über 400 Mio. Euro. „Ohne die Erhöhung der Mittel werden die Privaten Regionalbahnen diese Investitionen nicht stemmen können. Zumindest für die Eisenbahnkreuzungen brauchen wir eine gesetzliche Finanzierungssicherheit seitens des Bundes“, so Scheiber abschließend. (PWK606/us)

Über die privaten Regionalbahnen:

Private Regionalbahnen sind laut Eisenbahngesetz alle in Österreich zugelassenen Eisenbahnverkehrsunternehmen außerhalb des ÖBB-Konzerns. Die Definition erfolgt ungeachtet der tatsächlichen Eigentumsverhältnisse. Insgesamt beförderten im Jahr 2015

  • 14 private regionale Eisenbahnunternehmen
  • auf knapp 900km Streckennetz
  • 44 Millionen Fahrgäste.
 

Der Marktanteil der Privaten Regionalbahnen im Personenverkehr lag im Jahr 2015 bei 15,7 Prozent.

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