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Fachverband Druck: „Von Gesprächsverweigerung keine Spur“ 

Wortdrohungen der Gewerkschaft unangebracht - Noch offener Antrag beim OGH erschwert sachliche Gespräche massiv - "Brücken kann man nur schlagen, wenn die Ufer befestigt sind"

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Der Kollektivvertrag für die Druckbranche ist am 14. Juni 2017 durch den rechtskräftigen Bescheid des Einigungsamtes und die Veröffentlichung im Amtsblatt „untergegangen“. Grund dafür war die Statutenänderung des Verbandes Druck und Medientechnik, der seit Jahrzehnten Verhandlungspartner für diesen Kollektivvertrag war, der mehrere hundert Seiten umfasst und durch die Verschärfung des Lohn- und Sozialdumpinggesetzes die Rechtssicherheit der Branche massiv gefährdete.

Die Kollektivvertragsfähigkeit im Sinne des Arbeitsverfassungsgesetzes ist somit auf die gesetzliche Interessenvertretung übergegangen. Der Fachverband Druck der WKÖ signalisierte unmittelbar nach Ablauf der Frist der Gewerkschaft Gesprächsbereitschaft und teilte dies auch schriftlich mit. "Die Arbeitnehmervertretung antwortete aber nicht auf unser Schreiben, sondern reagierte mit einer Demonstration noch vor Ablauf der Frist und drohte völlig überzogen mit Streik", stellt Geschäftsführer Karl Herzberger fest. "Die Streikdrohungen der Gewerkschaft sind also völlig unangebracht."

„Es ist schwer, eine positive Ausgangssituation für sachliche Gespräche zu finden, wenn die GPA unverzüglich mit Eskalation auf betrieblicher Ebene droht und die Arbeitgeber vor gewerkschaftlichen Maßnahmen warnt“, so Herzberger weiter.

Damoklesschwert Feststellungsantrag

Stein des Anstoßes ist der von der Gewerkschaft beim Obersten Gerichtshof (OGH) eingebrachten Feststellungsantrag gegen den Verband Druck und Medientechnik, in dem der Untergang des Kollektivvertrags bekämpft wird. Sollte dem Antrag stattgegeben werden, tritt der vorhergehende Kollektivvertrag in Kraft, der unter anderem kürzere Arbeitszeiten vorsieht. "Die Konsequenzen können daher verheerend für die Betriebe sein, da sie mit unvorhersehbaren Nachzahlungen konfrontiert werden können", warnt Herzberger. Aus diesem Grund besteht der Fachverband darauf, dass der Antrag rasch und unwiderruflich zurückgenommen wird, um den Boden für weitere Gespräche zu ebnen und zu festigen.

Der Fachverband Druck in der WKÖ vertritt die Interessen aller grafischen Unternehmen, unabhängig davon, ob sie Mitglied in einem privaten Verband sind oder nicht. Die Bereitschaft zu Gesprächen seitens der Arbeitgebervertreter ist nach wie vor gegeben, bevor jedoch weitere Schritte gesetzt werden können, muss auf beiden Seiten Klarheit über die Ausgangssituation gewonnen werden und die Rechtssicherheit für die Betriebe gewährleistet sein. "Brücken kann man nur schlagen, wenn die Ufer befestigt sind", so Herzberger.

Geplante Schädigungen der Betriebe durch die Gewerkschaft gefährden die Arbeitsplätze und die Erhaltung des Druckstandortes Österreich. Seit Jahren leidet die Branche unter extrem hohem Preisdruck verbunden mit ebenso hohen Lohnstückkosten, dies schwächt die heimische Druckindustrie im europäischen Wettbewerb massiv.

Konkret hat sich die Zahl der Beschäftigten in der Druckereibranche in den vergangenen zehn Jahren radikal verringert. Von rund 14.000 im Jahr 2007 hat sich der Beschäftigtenstand auf 8.800 im Jahr 2016 reduziert.

Über den Fachverband Druck

Der Fachverband Druck der Wirtschaftskammer Österreich vertritt die Interessen von rund tausend Betrieben, davon 642 Unternehmen mit Angestellten. Insgesamt sind 8.814 Mitarbeiter in der Branche beschäftigt (Stand 2016). Im Jahr belief sich der abgesetzte Produktionswert der Branche auf 1,68 Mrd. Euro (-0,9 Prozent).

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