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Facharbeitermangel trübt die positive Stimmung der Transportbranche leicht ein

Sämtliche Indikatoren der Konjunkturerhebung der WKÖ-Bundessparte im grünen Bereich, doch acht von zehn Betrieben spüren Facharbeitermangel

Transporteure
© WKÖ

„In der Transportbranche ist derzeit alles im positiven Bereich“, fasst Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) den Konjunkturtest der Sparte das dritte Quartal zusammen. Konkret zeigt die Befragung der Mitgliedsbetriebe, dass sowohl die Geschäftslage, als auch die Nachfrage und der Auftragsbestand derzeit positiv bewertet werden. Gerade bei der Nachfrage ist dies Klacska zufolge erfreulich, da es hier im zweiten Quartal einen „kleinen Knick nach unten“ gab. 

Ähnlich sind die Erwartungen für die nächsten drei Monate durchwegs optimistisch, wenngleich nicht ganz so gut wie im ersten Quartal dieses Jahres. Bei den Preisen zum Beispiel gehen die Unternehmen nicht mehr von deutlichen Steigerungen aus. Ebenso sind die Erwartungen bei der Beschäftigung leicht eingetrübt. „In Ausrüstung ist leichter zu investieren als in Personal, weil die Betriebe bereits massive Probleme bei der Rekrutierung von Mitarbeitern haben. Acht von zehn Betrieben spüren den Facharbeitermangel“, so Klacska. 

Mehr Frauen ans Steuer

Zur Behebung des Facharbeitermangels setzt die Bundessparte an verschiedenen Hebeln an: Zum einen will sie Langzeitarbeitslose für den Beruf des Lenkers gewinnen und zum anderen das Interesse von mehr jungen Menschen sowie von mehr Frauen wecken. Klacska: „Wir müssen zeigen, dass der Beruf mittlerweile ein sehr familienfreundlicher ist und völlig geregelte Arbeitszeiten hat.“

Die konjunkturellen Einschätzungen der Unternehmen decken sich übrigens mit den harten Kennzahlen der Branche. So verzeichnete etwa der Straßengüterverkehr heimischer Unternehmen im 1. Quartal heuer ein Plus von 1,6 Prozent und im zweiten Quartal lag der Zuwachs einer Schnellschätzung zufolge sogar bei 6,8 Prozent. Der Schienengüterverkehr, für den es erst Daten für das erste Quartal heuer gibt, entwickelte sich hingegen zu Jahresbeginn leicht rückläufig, dafür gab es im Vorjahr ein deutliches Plus von 4,6 Prozent. Bei der Donauschifffahrt, die stets von einer sehr volatilen Entwicklung gekennzeichnet ist, gab es in den ersten Monaten des heurigen Jahres ebenfalls ein deutliches Plus. Ähnlich verzeichnete die Luftfracht von Jänner bis August mit plus drei Prozent Zuwächse, wenngleich diese nicht ganz so hoch lagen wie bei den Passagierzahlen am Flughafen Wien: Diese stiegen von Jänner bis August um 6,8 Prozent. Dafür verantwortlich war vor allem der starke Monat August mit einem Passagierplus von mehr als elf Prozent.  

Höhepunkt scheint überschritten

Dennoch dürfte der konjunkturelle Höhepunkt überschritten sein, wie auch eine internationale Kennzahl zeigt: Der Containerumschlag-Index, der sich aus den Umschlagzahlen von 88 bedeutenden Häfen weltweit errechnet, hat zuletzt leicht zugelegt. „Allerdings blieb er hinter dem zu Jahresbeginn erreichten Höchstwert. Das heißt, im Welthandel haben wir derzeit eher eine Seitwärtsbewegung“, so Erik Wolf, Geschäftsführer der Bundessparte Transport und Verkehr in der WKÖ. (PWK611/DFS)

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