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FVMI: Im ersten Halbjahr 2021 wurden weniger Kraftstoffe verbraucht

Starker Einbruch bei Flugturbinentreibstoffen und Heizöl, Bitumen für den Straßenbau im Plus

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In der Verbrauchseinschätzung des heimischen Mineralölmarktes zeigt sich im ersten Halbjahr 2021 im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres ein neuerlicher Rückgang beim Kraftstoffverbrauch. Der Verbrauch von Flugturbinentreibstoffen ist angesichts der unsicheren Lage und Reisebeschränkungen durch die Covid-19-Pandemie am deutlichsten zurückgegangen. Auch beim Heizöl war die Nachfrage stark rückläufig. 

Im ersten Halbjahr 2021 betrug der Verbrauch von Benzin und Diesel in Österreich knapp 3,5 Millionen Tonnen. Dies bedeutet einen Rückgang von 2,4 Prozent zum Vorjahr. Umgerechnet entspricht dies dem Absatz von rund 4,5 Milliarden Liter Kraftstoff, der sich auf etwa 680 Millionen Liter Benzin (OK) und etwa 3,8 Milliarden Liter Diesel (DK) aufteilt. Der Verbrauchsrückgang von Benzin beläuft sich auf 6 Prozent, der von Diesel auf 1,7 Prozent. Etwa 57 Prozent des Dieselkraftstoffes wurden über die rund 2.700 öffentlich zugänglichen Tankstellen verkauft, während 43 Prozent im Großkundengeschäft vertrieben wurden. Benzin wurde wie in den Jahren zuvor zu annähernd 100 Prozent über den Tankstellenmarkt an die Kunden abgegeben. 

"Nach einem bereits starken Einbruch der Verbrauchszahlen im Vorjahr zeigt unsere Markteinschätzung auch für das erste Halbjahr 2021 kein Plus. Das Vorkrisenniveau haben wir beim Kraftstoffverbrauch jedenfalls noch nicht erreicht, die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie schlagen sich weiterhin in den Zahlen nieder. Dazu kommt ein steigender Rohölpreis, der sich von rund 50 Dollar im Jänner auf derzeit 70 Dollar entwickelt hat. Die Wirtschaftsprognosen insgesamt zeigen hingegen eine positive Tendenz. In Hinblick auf den Impffortschritt gehen auch wir davon aus, dass durch eine 4. Welle kein weiterer signifikanter Einbruch droht“, meint Hedwig Doloszeski, Geschäftsführerin des Fachverbands der Mineralölindustrie (FVMI). 

Der Verbrauch von Flugturbinentreibstoff liegt am deutlichsten unter dem Niveau der Vorjahre und weist mit einem Rückgang von 45 Prozent auf 107.000 Tonnen den größten Rückgang auf.

„Die Zahlen spiegeln die noch immer unsichere Lage und Reisebeschränkungen durch die Covid-19-Pandemie wider. Auch im ersten Halbjahr 2021 gab es viel weniger Geschäftsreisen und auch Urlaubsflugreisen“, erklärt Doloszeszki. Die IATA (International Air Transport Association) erwartet, dass die weltweiten Passagierzahlen erst im Jahr 2023 das Vorkrisenniveau erreichen werden. 

Sowohl Heizöl Leicht mit einem Minus von 26 Prozent und 23.000 verbrauchten Tonnen als auch Heizöl Extraleicht mit einem Minus von 35 Prozent und 510.000 Tonnen sind im ersten Halbjahr rückläufig. Der signifikante Verbrauchsrückgang ist damit zu erklären, dass die günstigen Heizölpreise im Vorjahr die Nachfrage stark steigen ließen und die Konsumenten sich entsprechend eingedeckt haben. Das insbesondere im Straßenbau eingesetzte Bitumen erfuhr von Jänner bis Juni 2021 ein Plus von 9 Prozent und stieg auf rund 164.000 Tonnen. 

Kraftstoffpreise in Österreich im EU-Vergleich deutlich günstiger

In den Nachbarländern Österreichs müssen Autofahrer bekanntlich tiefer in die Tasche greifen als an heimischen Tankstellen. Im EU-weiten Vergleich tanken die Konsumenten derzeit (Stand: Juli 2021) in Österreich Eurosuper um etwa 23 Cent und Diesel um rund 13 Cent pro Liter günstiger als im EU-Durchschnitt.

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