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FV-Obmann Herz: 24-Stunden-Betreuung weiterentwickeln! 

WIFO-Studie zu Pflegebedarf zeigt bis 2030 Kostensteigerung um 105 Prozent – Standesregeln als Qualitätskriterien für Vermittlungsagenturen bereits vorhanden

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 „Ja zu einer Weiterentwicklung des Systems der 24h- Betreuung, damit sich die Menschen für die Betreuung ihrer Wahl entscheiden können. Denn mit der 24h Betreuung steht den Patienten wie den Angehörigen ein eigenständiges System mit klar abgegrenzten Handlungsfeldern zur Verfügung“, betonte heute, Dienstag, der Obmann des Fachverbands der Personenbetreuung, Andreas Herz in Reaktion. Um mehr Rücksicht auf die individuellen Bedürfnisse von Patienten und Angehörigen nehmen zu können, müssten auch Überlegungen gestattet sein, Pflege und Betreuung in verschiedenen Varianten des Zusammenspiels zu ermöglichen, etwa in Betreuungsverbünden von 24-h-BetreuerInnen und ihren Patienten.  

Was die Forderung nach Qualitätskriterien der Vermittlungsagenturen betrifft, verwies der Fachverbands-Obmann einmal mehr auf die bereits existierenden Standesregeln, die sich die Branche selber auferlegt hat. Zudem wurde bereits die Vermittlung von der eigentlichen Tätigkeit getrennt, es gibt ein umfangreiches Angebot an Schulungen und Seminaren, muttersprachliches Service für die BetreuerInnen, etc. Gleichzeitig befindet sich ein Gütesiegel für die Qualitätskontrolle der Vermittlungsagenturen in Ausarbeitung und soll im kommenden Jahr vorliegen.  

Kosten im Pflegebereich werden bis 2030 um 105 Prozent explodieren

Verbesserungsbedarf ortet Herz, wenn es darum geht 24-h-Betreuung und Pflege leistbarer zu gestalten, in dem es zu Anpassungen im Pflegegeld komme. „Denn wir stehen – was die Betreuung von Patienten zu Hause und die Pflege insgesamt betrifft - vor einer enormen Herausforderung. Die Kosten im Pflegebereich werden bis 2030 um 105 Prozent explodieren. 2014 lagen die Gesamtausgaben für Pflegeleistungen bei 1,83 Mrd. Euro, 2030 wird dieser Wert bei rund 3,76 Mrd. Euro liegen“, so Herz mit Verweis auf eine aktuelle WIFO-Studie.  

Das Modell der selbständigen 24-Stunden-Betreuung biete Patienten und Angehörigen einen transparenten Ablauf, der an die Bedürfnisse angepasst ist und der von den Kosten im Zusammenspiel mit Förderungen leistbar bleibt. So kommt das WIFO im Rahmen der vorliegenden Studie zu dem Schluss, dass die Kosten in einer Maximalvariante des Angestelltenmodells mit 107.600 Euro pro Jahr (Personalkosten, Mobile Dienste, Urlaubsvertretungen) zu kalkulieren ist, während im Vergleich zum Modell der selbständigen 24-Stunden-Betreuung die Kosten bei 25.500 Euro pro Jahr liegen. Mögliche Förderungen sind hier aber noch nicht abgezogen.  

Qualitätskontrollen zeigen 99,9 Prozent gute Betreuungsqualität

„Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die 24h-Betreuung auf Selbständigen-Basis erfolgreich weiterzuentwickeln. Kontrollen der Vermittlungsagenturen obliegen der Gewerbehörde, Qualitätskontrollen zur 24-Stunden-Betreuung werden vom Sozialministerium durchgeführt - in 99,9 Prozent der Fälle ergeben diese eine ordnungsgemäße bzw. gute Betreuungsqualität. Immer wieder wird aber auf Einzelfälle als Bild des Gesamten verwiesen. Es sollte den Beteiligten daran gelegen sein, die 24-Stunden-Betreuung zu stärken, Fördermöglichkeiten auszubauen und damit die Grundlage für die anstehenden Herausforderungen im Pflegebereich zu schaffen“, betonte Herz abschließend.  (PWK895/US)

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