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Europäische Kinobranche tagte in Barcelona

Dörfler: Filmpräsentationen Höhepunkt des größten europäischen Kinoevents

Kino
© WKÖ

Mehr als 1000 Kinobetreiber aus ganz Europa trafen sich vom 11.-14. Juni zum jährlichen Branchenmeeting in Barcelona. Produktpräsentationen der weltweit größten Verleihfirmen, Neuigkeiten in der Vorführtechnik sowie zahlreiche Fachseminare bildeten die Höhepunkte der viertägigen Fachmesse.

„Insbesondere die Filmpräsentationen der größten amerikanischen Filmverleiher sind für jeden Kinobetreiber ein absolutes Muss“, berichtet der Kinosprecher der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Christian Dörfler. „Bei den sogenannten Trade Shows präsentieren die CEO`s der größten Studios weltweit, wie beispielsweise The Walt Disney Company, Universal Pictures, Paramount Pictures, Warner Brothers Entertainment oder 20th Century Fox, die Filmhighlights der kommenden Monate. Da sind aktuell viele, sehr interessante Produkte aus jedem Genre dabei, die unserem Publikum viel Freude bereiten werden“, so Dörfler. 

„Grundsätzlich ist die Kinobranche absolut abhängig vom Content und die Blockbuster werden nun mal in Hollywood produziert. Die Rechnung ist eine einfache: Ein Blockbuster wie beispielsweise James Bond oder Avatar, dessen 2. Teil übrigens gerade gedreht wird, füllt die Kinokassen binnen kürzester Zeit. Ein weniger attraktives Programm bringt allerdings eine gesamte Branche relativ rasch in finanzielle Turbulenzen“, bringt der Geschäftsführer des Fachverbandes der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe (WKÖ), Bernhard Gerstberger, die Herausforderungen der Kinobranche auf den Punkt.

Moderne Hightech Vorführ- und Soundtechnik

„Selbstverständlich sind Streaming Angebote eine direkte und ernste Konkurrenz zum Kino, aber diese können wir durch moderne Hightech Vorführ- und Soundtechnik zumindest teilweise kompensieren und gerade im Technikbereich konnten wir in Barcelona viele Innovationen bestaunen, die demnächst in die Kinosäle einziehen werden. Sorge bereitet mir jedoch das - bis auf einige wenige Produktionen - schwache Angebote an attraktiven, heimischen Filmen. Die Gespräche mit europäischen Kollegen haben nämlich ganz deutlich gezeigt, dass Länder mit einem starken lokalen Filmprodukt auch steigende Besucherzahlen verzeichnen“, so Dörfler, der eine Anhebung und Änderung der Filmförderung fordert.

„Der Kinomarkt funktioniert weltweit sehr ähnlich und die auch Problemfelder sind dieselben, wie etwa das illegale Abfilmen im Kinosaal mit Handys, die exklusiven Vorführrechte an Filmen, bevor diese über einen Streaming Anbieter wie etwa Netflix bezogen werden können, oder überhaupt gänzlich illegales Streaming. Daher sind internationale Präsenz und ein breites Netzwerk die Basis für eine erfolgreiche Interessenvertretung. Aus diesem Grund ist der Fachverband auch Mitglied im europäischen Kinoverband (UNIC) und in der neu gegründeten weltweit tätigen Global Cinema Federation (GCF),“ so Gerstberger abschließend. (PWK441/ES)

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