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Ertrags- und Finanzsituation im Einzelhandel – Buchmüller: „Corona hinterlässt deutliche Spuren“

„Vielen Händlerinnen und Händler geht es sehr schlecht“ – Appell des Handelssprechers: „Kauft in Österreich“ und „Keine neuen Belastungen für die Wirtschaft“

Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ)
© Foto Wilke
„Corona hinterlässt in fast allen Bereichen des österreichischen Einzelhandels deutliche Spuren, in manchen Bereichen wie zum Beispiel den modischen Branchen sehr tiefe Furchen“, sagt Peter Buchmüller, Obmann der WKÖ-Bundessparte Handel, zur Umsatzentwicklung im Einzelhandel in Österreich. Gemeinsam mit Handelsforscher Wolfgang Ziniel und Bundessparten-Geschäftsführerin Iris Thalbauer präsentierte er die Umsatzentwicklung im Einzelhandel in Österreich, die ganz aktuell vorliegt. Sie basiert auf den monatlichen Konjunkturerhebungen der KMU Forschung Austria, die diese seit dem Jahr 2000 durchführt. 

Positive Umsatzentwicklung bis zum Shutdown am 16. März, dann massiver Einbruch

Die Konjunkturbeobachtung im stationären Einzelhandel zeigt, dass es im ersten Quartal 2020 – nach einem langen Zeitraum mit Umsatzzuwächsen – zu einem Umsatzrückgang gekommen ist. Das Minus ist mit 2,5 Prozent deshalb nicht noch höher ausgefallen, weil die ersten beiden Monate des Jahres deutlich positiv verlaufen sind und der umsatzstarke Lebensmitteleinzelhandel ein zweistelliges Wachstum erzielt hat. Während der Lebensmitteleinzelhandel die Entwicklung im März 2020 mit einem Plus von etwa 17 Prozent positiv beeinflusst hat, ist es in den modischen Branchen (Bekleidungseinzelhandel, Schuh- und Lederwareneinzelhandel) zu dramatischen Umsatzrückgängen - im April gar von 70,9 Prozent - gekommen. „Vielen Händlerinnen und Händler geht es sehr schlecht“, weiß Handelsobmann Buchmüller. Deshalb lautet sein Appell: „Kauft in Österreich! Das sichert Arbeitsplätze und die Vielfalt der Handelslandschaft in unserem Land.“

März 2020: Höchstes Minus in modischen Branchen, deutliches Plus im Einzelhandel mit Lebensmitteln

Hohe Umsatzrückgänge verzeichneten im März 2020 auch der Einzelhandel mit Uhren und Schmuck sowie der Sportartikeleinzelhandel mit einem Minus von mehr als 50 Prozent. Am anderen Ende der Skala hat der Einzelhandel mit Lebensmitteln im März 2020 ein zweistelliges nominelles Umsatzwachstum von fast 17 Prozent gegenüber März 2019 erzielt. Aber auch in der Lebensmittelbranche gibt es neben Licht auch Schatten: Aufgrund fehlender Umsätze in Gastronomie und Hotellerie haben der Lebensmittelgroßhandel und kleine Lebensmitteleinzelhändler schwer zu kämpfen.

Peter Buchmüller, Obmann der WKÖ-Bundessparte Handel, Geschäftsführerin  Iris Thalbauer und Handelsforscher Wolfgang Ziniel
© WKÖ Peter Buchmüller, Obmann der WKÖ-Bundessparte Handel, Geschäftsführerin Iris Thalbauer und Handelsforscher Wolfgang Ziniel

Deutliches Umsatzplus im Internet-Einzelhandel – Iris Thalbauer: „Digitalisierungsfit zu sein zahlt sich aus“

Iris Thalbauer, Geschäftsführerin der Bundessparte Handel der Wirtschaftskammer, beleuchtete Thalbauer die Entwicklung des österreichischen Internet-Einzelhandels: Der konnte im März 2020 von der Situation profitieren und – ausgehend von einem vergleichsweise geringen Niveau – ein Umsatzplus von rund 50 Prozent erzielen. „Digitalisierungsfit zu sein zahlt sich aus“, kommentierte Thalbauer diese Entwicklung. Unerlässlich dafür ist die Weiterführung österreichischer Digitalisierungsoffensiven wie KMU Digital.

Handelsobmann Peter Buchmüller und Bundessparten-Geschäftsführerin Iris Thalbauer sprachen sich auch gegen weitere Belastungen für den Handel aus. Als „überfällig“ bezeichneten sie die Einführung einer digitalen Betriebsstätte zur Schaffung von Wettbewerbsgleichheit im internationalen Online-Handel. 

Beschäftigungssituation im Einzelhandel in Österreich

Bundessparten-Geschäftsführerin Iris Thalbauer präsentierte auch aktuelle Daten zur Beschäftigungssituation im österreichischen Einzelhandel: „Die Konjunktur spiegelt sich mit einem Minus bei der Beschäftigtenzahl von 4,9 Prozent - das sind 16.3000 Beschäftigte weniger im österreichischen Einzelhandel – wider.“

Abschied von Peter Buchmüller als Sprecher des österreichischen Handels, Neukonstituierung der WKÖ-Bundessparte Handel am 25. Juni

„Ich durfte in den vergangenen zehn Jahren vieles kennenlernen, sowohl als Kollektivvertragsverhandler für die Arbeitgeberseite im Handel als auch als Obmann der WKÖ-Bundessparte Handel. Diese Erfahrungen nehme ich für meine neue Tätigkeit als Präsident der Wirtschaftskammer Salzburg mit“, verabschiedete sich Peter Buchmüller bei seiner letzten Pressekonferenz als Handelsobmann. Die konstituierende Sitzung der Bundessparte Handel der Wirtschaftskammer Österreich mit der Wahl der neuen Führung findet am Donnerstag (25. Juni 2020) statt. (PWK281/JHR)

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