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Eisenbahnen: KV-Verhandlungen ohne Einigung, aber mit einem Vorstoß der Arbeitgeber

Fachverband der Schienenbahnen empfiehlt seinen Mitgliedern, die Gehälter freiwillig um drei Prozent zu erhöhen

Eisenbahnen: KV-Verhandlungen ohne Einigung, aber mit einem Vorstoß der Arbeitgeber
© wkö

Auch nach der am 24. Oktober stattgefundenen siebten Gesprächsrunde zwischen dem Fachverband der Schienenbahnen in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und dem Fachbereich Eisenbahnen in der Gewerkschaft vida ist kein Ende der bereits seit dem Frühjahr andauernden Kollektivvertragsverhandlungen und damit auch kein KV-Abschluss für 2018 in Sicht.  

„Dies ist umso mehr bedauerlich, als wir bereits bis Ende Juni fünf Mal in sehr konstruktiven und zielführenden Gesprächen waren. Wegen der Arbeitszeitgesetz-Novelle hat der Sozialpartner die Verhandlungen für drei Monate unterbrochen mit dem anschließenden gemeinsamen Prüfergebnis, dass die Novelle für unsere Branche in den Kollektivverträgen keine Auswirkungen hat. Nach der aktuellen Wiederaufnahme der Verhandlungen werden diese – so hat es den Anschein – seitens der Gewerkschaft vermehrt für politische Statements und Forderungen genutzt, für die der Fachverband nicht der richtige Adressat ist“, erklärt Thomas Scheiber, Verhandlungsführer auf Arbeitgeberseite.  

Unabhängig von Verhandlungsverlauf Löhne freiwillig erhöhen 

Aus diesem Grund ist aus Sicht der Arbeitgeber der weitere Verhandlungsverlauf völlig unvorhersehbar und ein KV-Abschluss noch in diesem Jahr fraglich. Dies ist laut Scheiber sowohl für die Unternehmen, als auch ganz besonders für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein untragbarer Zustand. „Es kann nicht sein, dass die aktuellen – offenbar taktischen und politisch motivierten – Verzögerungen seitens des Sozialpartners auf Kosten der Mitarbeiter gehen. Diese warten immerhin schon seit Juli auf den KV-Abschluss“, so Scheiber.  

Daher gibt der Fachverband der Schienenbahnen in einem Schreiben zum ersten Mal in der Geschichte der KV-Verhandlungen bei den Eisenbahnen folgende Empfehlung an sämtliche Mitglieder ab:  

„Wir empfehlen unseren Mitgliedern, die in den Geltungsbereich des Kollektivvertrages für die Arbeitnehmer der österreichischen Eisenbahnunternehmen bzw. der Dienst- und Besoldungsordnung fallen, auf freiwilliger Basis und auf Anrechnung künftiger KV-Erhöhungen, die Mindest- und Ist-Löhne/- Gehälter und Zulagen vorab mit 01. Oktober 2018 befristet auf 12 Monate um 3% zu erhöhen.“  

Scheiber abschließend: „Unabhängig von dieser Empfehlung werden wir uns in den folgenden Verhandlungsrunden mit dem Sozialpartner selbstverständlich weiterhin intensiv, konstruktiv und vor allem sachorientiert für einen zeitnahen und für beide Seiten fairen KV-Abschluss einsetzen.“ 

Die Sozialpartner verhandeln die Kollektivverträge für rund 45.000 Beschäftigte bei den über 65 österreichischen Eisenbahnunternehmen. (PWK725/DFS)

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