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Einrichtungsfachhandel – Kastinger: „Beratung ist eine Leistung, die auch etwas kosten darf“ 

Einrichtungs- und Küchen-Fachmessendoppel möbel austria und küchenwohntrends noch bis 10. Mai in Salzburg - „Der Schauraum der Zukunft ist die eigene Couch“

Einrichtungsfachhandel
© WKÖ

Im Rahmen eines Pressegesprächs zum Auftakt des Einrichtungs- und Küchen-Fachmessedoppels möbel austria und küchenwohntrends im Messezentrum Salzburg präsentierte Hubert Kastinger, Obmann des Einrichtungsfachhandels in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), einen Ausblick auf die gar nicht mehr so ferne Zukunft des Wohnens, Einrichtens und Einkaufens im Jahr 2030. Er hält, auch und gerade mit Blick auf den Einrichtungsfachhandel, fest: „Beratung ist eine Leistung, die auch etwas kosten darf.“ 

So könnten wir 2030 wohnen

Die Wohnung wird als Rückzugsort und Wohlfühloase wahrgenommen, aber auch als Statussymbol. Die Küche wird zum Herzstück der Wohnung. Aufgrund der steigenden Wohnungskosten werden sich einerseits Wohngemeinschaften herausbilden, andererseits wird auch der Bedarf an kleineren Wohnungen steigen, da es immer mehr Singlehaushalte gibt. Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass Wohnungen 2030 öfter gewechselt werden als derzeit. Deshalb werden immer mehr voll möblierte Wohnungen angeboten, ebenso wie Mietmöbel. Auch Möbel mit mehreren Funktionen werden verstärkt nachgefragt. Beim Wohnen 2030 spielt der Umweltgedanke Priorität immer stärker mit, jedoch nimmt auch der Anteil an Importware zu. Vernetztes Wohnen/Home Connect wird zum Standard. Auch Möbel werden immer mehr über Finanzierungen gekauft.

Home Connect/vernetztes Wohnen

Im Jahr 2030 ist das Zuhause voll digitalisiert. Geräte, Möbel und Haustechnik sind intern und extern standardmäßig vernetzt. Smart Home Produkte werden von allen Zielgruppen gekauft. Besonders gefragt sind Haushaltshilfen, Hilfen bei Pflege und Unterstützung der Gesundheit, sowie Informationsdienste. Hier gibt es diverse Reinigungsroboter, die autonom und im Zusammenspiel agieren, etwa in dieser Art: Der Staubsaugerroboter entdeckt feuchten Schmutz und funkt den Wischroboter an, der die Stelle säubert. Roboter werden in der Pflege gewisse Tätigkeiten ausführen. In Einrichtungsgegenständen sind insbesondere Sensoren und Motoren integriert, aber auch Sprachassistenten, Licht, Musik und Ladestationen für mobile Geräte.

Der Möbelkauf der Zukunft: „Der Schauraum der Zukunft ist die eigene Couch“

Kunden wollen im Jahr 2030 ein Erlebnis beim Möbelkauf haben. Sie erwarten, eine Komplettlösung präsentiert zu bekommen, optimalerweise in Verbindung mit einem virtuellen Schauraum. 

Damit Beraterinnen und Berater diese Anforderungen auch erfüllen können, werden die Planungsprogramme einfacher und selbstlernend. Auch eine Unterstützung und Kopplung zwischen Virtual Reality und stationärem Schauraum wird durch die Datenstandardisierung und die damit einhergehende Kompatibilität verschiedener Systeme erleichtert. Ein virtueller Schauraum ist Standard, insbesondere erwarten Kunden auch die Einbindung der Vorschläge in die eigene Wohnung und Antworten auf die Frage „Wie sehen bestimmte Möbel in meiner Wohnung aus?“. Und im Zusammenhang mit Auswahl und Kauf von Möbeln und Accessoires zeigt sich Einrichfachhandels-Branchensprecher Hubert Kastinger auch davon überzeugt: „Der Schauraum der Zukunft ist die eigene Couch.“

Verkaufs- und Einrichtungsberater

Berater stehen vor einigen Herausforderungen in Zusammenhang mit der Einrichtung der Zukunft. Einerseits steigt die Vorinformation der Kunden immer mehr, andererseits werden auch die Produkte komplexer, wie etwa durch den Einbau von Smart Home-Komponenten. Berater müssen mit digitalen Hilfen umgehen können, es ist wichtig Virtual Reality und den virtuellen Schauraum in die Präsentationen einzubauen. Auch Storytelling und Präsentationstechniken sind wichtige Punkte in der Weiterbildung der Berater. Aufgrund des rasanten technischen Fortschritts ist lebenslanges Lernen ein Muss. Neben Planung, Beratung und Dienstleistungen verkaufen Berater immer mehr Zusatzprodukte. Da Kunden ein Einkaufserlebnis erwarten, werden soft Skills immer wichtiger. „Mit großem Fachwissen im Zusammenspiel mit Robotik können Berater auch 2030 bei den Kundinnen und Kunden punkten“, so Branchensprecher Kastinger. (PWK256/JHR)

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