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Einigung: KV-Abschluss Metalltechnische Industrie 

Im Schnitt plus 3,46 % Lohn- und Gehaltserhöhungen, Verbesserungen für Lehrlinge und bei Überstundenzuschlägen

Einigung: KV-Abschluss Metalltechnische Industrie
© wko

In der siebenten Verhandlungsrunde konnten sich der Fachverband Metalltechnische Industrie und die Gewerkschaften auf einen Kollektivvertragsabschluss einigen. Die Löhne und Gehälter in der Metalltechnischen Industrie werden demnach rückwirkend per 1.11.2018 um durchschnittlich 3,46 % erhöht. Darüber hinaus kommt es für die rund 130.000 Beschäftigten der Metalltechnischen Industrie zu einigen Änderungen im Rahmenrecht. Die wichtigsten Punkte dazu:

  • Lohn- und Gehaltserhöhungen rückwirkend ab 1.11. je nach Beschäftigungsgruppe zwischen 3,0 % und 3,6 %, durchschnittlich 3,46 %. Die Mindesterhöhung beträgt 80,- Euro.

  • Die Lehrlingsentschädigungen werden deutlich erhöht, um die Attraktivität der Lehre weiter zu stärken.

  • Im Schichtbetrieb werden die Nachtzulagen − über vier Jahre verteilt − ebenfalls deutlich erhöht.

  • Die 11. und 12. Stunde, sofern sie Überstunden sind, werden zukünftig mit 100 % Zuschlag bezahlt; ab der 51. bis zur 60. Stunde pro Woche kommt der Zuschlag für Überstunden ebenso zur Anwendung.

  • Vor der 11. Arbeitsstunde gibt es eine bezahlte Pause von 10 Minuten, innerbetriebliche Regelungen sind anzurechnen.

  • Gleitzeit: Zeitguthaben können auch in Form von ganzen Tagen (maximal 3 Tage pro Halbjahr) verbraucht werden; ausgenommen davon sind All-In-Verträge und Überstundenpauschalen.

  • Das bereits bewährte Zeitkontenmodell wurde unbefristet verlängert und ist damit nun Dauerrecht im Kollektivertrag der Metalltechnischen Industrie.

Christian Knill, Obmann des Fachverbands Metalltechnische Industrie: „Dieses Paket ist eine Anerkennung für die Leistungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie erhalten damit bei einer aktuellen Inflationsrate von rund 2 % einen deutlichen Reallohnzuwachs, das haben wir auch von Beginn an garantiert. Der Abschluss liegt angesichts der sich eintrübenden Konjunkturprognosen am oberen Limit.“

Entlastung bei den Lohnnebenkosten notwendig

Die Arbeitskosten spielen in der Metalltechnischen Industrie eine zentrale Rolle, da 8 von 10 Euro im Export verdient werden. Knill: „Wir haben heute die gute aktuelle Konjunktur berücksichtigt, aber auch eine Vorleistung für 2019 erbracht. Es liegt jetzt auch an der Bundesregierung dafür zu sorgen, dass die Arbeitskosten nicht weiter steigen und die Konkurrenzfähigkeit unserer Unternehmen am Weltmarkt erhalten bleibt. Dazu braucht es eine deutliche Entlastung bei den Lohnnebenkosten und eine Lösung bei der kalten Progression, damit die Lohnspirale gestoppt wird und den Beschäftigten mehr bleibt.“

Knill abschließend: „Die diesjährigen KV-Verhandlungen waren extrem schwierig und überschattet von der politischen Agenda der Gewerkschaften. Durch die unrealistisch hohen Forderungen und die bereits im Vorfeld angekündigte Eskalation hat sich der Abschluss sehr verzögert. Umso wichtiger wird es sein, sich mit Zukunftsthemen des Standortes zu beschäftigen und das Thema KV 4.0 weiterzutreiben. Wir müssen hier in einen anderen Kooperationsmodus kommen.“


Über die Metalltechnische Industrie

Die Metalltechnische Industrie ist Österreichs stärkste Branche. Über 1.200 Unternehmen aus den Industriezweigen Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau, Metallwaren und Gießerei bilden das Rückgrat der heimischen Industrie. Die exportorientierte Branche ist mittelständisch strukturiert, besteht zu mehr als 85 % aus Familienbetrieben und ist für ein Viertel aller österreichischen Exporte verantwortlich. Zahlreiche Betriebe sind Weltmarktführer und „Hidden Champions“. Die Metalltechnische Industrie beschäftigt direkt rund 130.000 Menschen und sichert damit indirekt an die 250.000 Arbeitsplätze in Österreich.

Sie erwirtschaftete 2017 einen Produktionswert von rund 37 Milliarden Euro. Der Fachverband Metalltechnische Industrie, ein Zusammenschluss der ehemaligen Fachverbände Maschinen- und Metallwarenindustrie sowie Gießereiindustrie, zählt zu den größten Wirtschafts- und Arbeitgeberverbänden Österreichs und ist eine eigenständige Organisation im Rahmen der Wirtschaftskammer Österreich.

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