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Einigung auf KV-Abschluss für die Beschäftigten der Metalltechnischen Industrie

Plus 3,55 % bei den IST- sowie plus 3,0 % bei den KV-Löhnen und Gehältern; zusätzliche Verbesserungen für Lehrlinge und in der Schichtarbeit

Metalltechnik
© Envato

Die fünfte Verhandlungsrunde für den Kollektivvertrag der Metalltechnischen Industrie (MTI) brachte heute Nacht in Eugendorf/Salzburg eine Einigung. Christian Knill, Obmann des Fachverbands Metalltechnische Industrie: „Wir konnten heute schlussendlich einen Abschluss für unsere 134.000 Beschäftigten erzielen. Gerade in diesen unsicheren Zeiten sind Stabilität und Planbarkeit für Beschäftige und Unternehmen gleichermaßen wichtig. Die vereinbarten Lohn- und Gehaltserhöhungen bedeuten einen deutlichen Reallohngewinn für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, das ist auch eine faire Anerkennung für das schwierige letzte Jahr. Fair bedeutet aber auch, dass der Abschluss für die Branche machbar sein muss. Dieses Ergebnis ist für viele Betriebe an der Schmerzgrenze, denn wir müssen die Wettbewerbsfähigkeit der Branche besonders im Auge behalten. Kurz gesagt: Der Abschluss ist am oberen Limit, die vielen Drohgebärden der Gewerkschaften in den letzten Wochen waren allerdings entbehrlich.“

Die Eckdaten des KV-Abschlusses 2021:

  • Die IST-Löhne und Gehälter in der Metalltechnischen Industrie werden rückwirkend per 1.11.2021 um 3,55 % erhöht, die KV- Löhne und Gehälter um 3,0 %. Aufwandsentschädigungen werden um 2,5 % erhöht.
  • Die Lehrlingsentschädigungen werden deutlich erhöht: im 1. Lehrjahr von 749 auf 800 Euro, im 2. Lehrjahr von 959 auf 1.000 Euro, im 3. Lehrjahr von 1.255 auf 1.325 Euro und im 4. Lehrjahr von 1.675 auf 1.750 Euro. Das sind durchschnittliche Steigerungen von 5,5 %.
  • Bei der Schichtarbeit wurde für die Zulagen ein Etappenmodell über mehrere Stufen und Jahre vereinbart. Die Zulagen für die zweite Schicht steigen demnach in den nächsten drei Jahren um jeweils 16 Cent auf 1,004 Euro/Stunde. In der dritten Schicht steigt die Zulage in den nächsten sechs jährlich um rund 25 Cent. Für Betriebe, die wirtschaftlich schwierige Situationen zu bewältigen haben, gibt es dabei eine Möglichkeit, die Steigerung der Schichtzulagen unter klar definierten Umständen zu reduzieren.
  • Außerdem wurden für die Betriebe Erleichterungen bei den Rahmenbedingungen für Wochenend- und Feiertagsarbeit erzielt, um besondere Auftragsspitzen besser bewältigen zu können.
  • Und es wurde vereinbart, in einer Arbeitsgruppe „Zukunft der Arbeitszeit“ mögliche neue und flexiblere Arbeitszeitmodelle weiterzuentwickeln.

Knill abschließend: "Leider wurden die diesjährigen KV-Verhandlungen von den Gewerkschaften sehr populistisch und unsachlich geführt. Wir hoffen weiterhin, dass es in Zukunft möglich sein wird, eine moderne und sachliche Verhandlungskultur zu entwickeln. Das wäre im Sinne des Standorts und der dringend notwendigen positiven Grundstimmung im Land eindeutig der bessere Weg."

Über die Metalltechnische Industrie

Die Metalltechnische Industrie ist Österreichs stärkste Branche. Über 1.200 Unternehmen aus den Industriezweigen Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau, Metallwaren und Gießerei bilden das Rückgrat der heimischen Industrie. Die exportorientierte Branche ist mittelständisch strukturiert, besteht zu mehr als 85 % aus Familienbetrieben und ist für ein Viertel aller österreichischen Exporte verantwortlich. Zahlreiche Betriebe sind Weltmarktführer und „Hidden Champions“.

Die Metalltechnische Industrie beschäftigt direkt mehr als 134.000 Menschen, davon über 7.100 Lehrlinge, und sichert damit indirekt an die 250.000 Arbeitsplätze in Österreich. Sie erwirtschaftete 2020 einen Produktionswert von rund 36 Milliarden Euro. Der Fachverband Metalltechnische Industrie, ein Zusammenschluss der ehemaligen Fachverbände Maschinen- und Metallwarenindustrie sowie Gießereiindustrie, zählt zu den größten Wirtschafts- und Arbeitgeberverbänden Österreichs und ist eine eigenständige Organisation im Rahmen der Wirtschaftskammer Österreich.

Weitere Informationen: www.metalltechnischeindustrie.at


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