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Egger fordert Mehrwertsteuersenkung für Österreichs Hotellerie 

Spitzenposition der heimischen Hotelbranche von internationaler Wettbewerbsfähigkeit abhängig – Studie belegt positive Auswirkung niedriger MwSt-Sätze

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Eine aktuelle HOTREC-Studie belegt die positiven Auswirkungen niedriger Mehrwertsteuersätze auf Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit im europäischen Gastgewerbe. Der Bericht des europäischen Dachverbandes für Hotels, Restaurants und Cafés HOTREC, der anlässlich der angestrebten EU-Reform des europäischen Mehrwertsteuersystems vorgelegt wurde, zeigt deutlich den positiven Katalysatoreffekt reduzierter Mehrwertsteuersätze für die Schaffung neuer Beschäftigungsverhältnisse, mehr Investitionen und Wachstum und damit zur Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit.

Tourismusbranche sichert jeden fünften Vollzeitarbeitsplatz

„In 20 von 28-EU-Staaten ist der Mehrwertsteuersatz für die Hotellerie niedriger als in Österreich. In Deutschland wurde er auf 7 Prozent reduziert, in der Schweiz beträgt er sogar nur 3,8 Prozent. Dabei hängt die Spitzenposition der heimischen Hotelbranche im Besonderen von der internationalen Wettbewerbsfähigkeit ab. Drei von vier Übernachtungen werden von ausländischen Gästen bezahlt, die dann noch ein Vielfaches für Freizeitgestaltung und Verpflegung ausgeben. Nicht umsonst sichert die heimische Freizeit- und Tourismusbranche jeden fünften Vollzeitarbeitsplatz. Unabhängig von Partikularinteressen sind jetzt sachpolitische Entscheidungen gefragt,“ begrüßt Siegfried Egger, Obmann des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), den aktuellen Bericht und fordert erneut eine Mehrwertsteuersenkung auch für Österreichs Hotellerie.

Gemäß der aktuell veröffentlichten Bilanz der Österreichischen Nationalbank (OeNB) war der Tourismus, wie auch schon in den Vorjahren, ein entscheidender Erfolgsfaktor für den 2016 erzielten deutlichen Leistungsbilanzüberschuss von sechs Mrd. Euro bzw. 1,7 Prozent des BIP.

Die langfristige Anwendung niedriger Mehrwertsteuersätze im Gastgewerbe, die fast alle Mitgliedstaaten für Beherbergung und Gastronomie vorsehen, ist ein entscheidender Schlüssel zur Erhaltung der Tourismusdestination Europa. Laut Hotrec-Bericht ist der Anteil internationaler Touristenankünfte in Europa zwischen 1990 und 2015 von 60 auf 51 Prozent gesunken. Mit Einnahmen von 336,6 Mrd. Euro aus dem internationalen Tourismus liegt Europa noch auf Platz zwei hinter Asien und der Pazifik Region, aber mit einem geringeren Wachstum der Einnahmen als der Rest der Welt, nämlich 1,5 Prozent (2012) und 3,4 Prozent (2015) gegenüber 4,3 Prozent und 4,4 Prozent im weltweiten Durchschnitt.

Höchste Zeit, die Rahmenbedingungen anzupassen

„Jetzt ist es an der Zeit, die Rahmenbedingungen für unsere Branche anzupassen. Niedrige Mehrwertsteuersätze für Dienstleistungen im Gastgewerbe und Tourismus allgemein sind entscheidend für die europäische Tourismuswirtschaft und die zwei Millionen kleinen und mittleren Unternehmen, von denen allein 1,8 Millionen dem Gastgewerbe zuzurechnen sind. Ganze Regionen und Zulieferbranchen hängen von einer guten Buchungslage der Beherbergungsbetriebe ab. Eine hohe Dienstleistungsintensität führt zu einer nachhaltigen Beschäftigungsgarantie vor Ort“, ergänzte Susanne Kraus-Winkler, Präsidentin von HOTREC. (PWK390/ES)

Fachverband Hotellerie

Der Fachverband Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich vertritt 17.000 Beherbergungsbetriebe mit 1,06 Millionen Betten. Mit über 41 Millionen Ankünften und knapp 141 Millionen Nächtigungen leistet die heimische Hotellerie einen wesentlichen Beitrag zur direkten und indirekten Wertschöpfung der Tourismus- und Freizeitwirtschaft.

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