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Edtstadler/Gewessler/Brunner: Sonderzüge für Pflegekräfte aus Rumänien auf Schiene

Wichtiger Schritt für Sicherung der Pflege in Österreich - BKA und BMK machen Transport auf der Schiene möglich - ÖBB als Mobilitätspartner – WKÖ: 24h Betreuung zu Hause gewährleistet

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© (C) Mats Silvan/Design Pics/Corbis

Die Sicherung der 24h Stunden Pflege in Österreich hat für die Bundesregierung hohe Priorität. Rund 33.000 Personen sind österreichweit auf Ganztags-Betreuung angewiesen, viele Pflegerinnen und Pfleger stammen aus Rumänien und haben durch die derzeit bestehenden Restriktionen bei der Reisefreiheit keine Möglichkeit durch Kolleginnen und Kollegen abgewechselt zu werden. Die ÖBB stehen ab Mai als Mobilitätspartner für die Wirtschaftskammer Österreich zur Verfügung um einen Pendelverkehr von Österreich nach Rumänien und retour für diese wichtige Personengruppe einzurichten.

Enge Zusammenarbeit in der EU

„Durch das Coronavirus wird einmal mehr deutlich: Die Europäische Union muss eng zusammenarbeiten, um eine Krise wie diese bewältigen zu können. Die österreichische Bundesregierung ist daher in einem permanenten Austausch mit unseren Nachbarstaaten und anderen EU-Ländern, um Lösungen für Fragen wie beispielsweise der Pendlerthematik, aber auch Fragen des Binnenmarktes abzustimmen. Es freut mich, dass wir trotz Grenzschließungen eine gemeinsame Korridorlösung für Arbeitskräfte aus Rumänien erarbeiten konnten und dass so bereits Anfang Mai erste Pflegkräfte per Nachtzug nach Österreich reisen können“, zeigt sich Europaministerin Karoline Edtstadler am Donnerstag erfreut.

„Wir lassen die Menschen die in Österreich auf Pflege angewiesen sind und auch ihre Angehörigen nicht im Stich. Mit diesen Sonderzügen stellen wir sicher, dass Pflegerinnen und Pfleger die aktuell in Österreich sind, wieder nach Rumänien kommen und ihre Kolleginnen und Kollegen nach Österreich. Und das unter Einhaltung der gesundheitlichen Empfehlungen und klimafreundlich“, so Klimaschutz- und Mobilitätsministerin Leonore Gewessler.

Sonderzüge der ÖBB ab 2. Mai

„Vorerst sind ein Zug pro Woche geplant und kann auf drei Züge pro Woche aufgestockt werden. Wir sind in ständigem Austausch mit den zuständigen Kammern, um den Bedarf zu evaluieren und das Angebot dahingehend und nach den vorhandenen Möglichkeiten anzupassen. Ist die entsprechende Nachfrage vorhanden, so ist die Option des Nachtzuges durchaus auch als langfristiges Modell für den Pendlerverkehr aus den Nachbarstaaten denkbar“, so Magnus Brunner, Staatssekretär im Mobilitätsministerium.

Die ÖBB werden im Auftrag der Wirtschaftskammer Österreich ab 2. Mai Sonderzüge nach und von Rumänien anbieten. Die Fahrgäste werden in Liegewagen untergebracht sein wo der nötige Sicherheitsabstand gut einzuhalten ist. Zielort wird in Rumänien Timisoara sein.

„Wir als ÖBB werden einen Beitrag leisten um die Sicherstellung der Pflege in Österreich garantieren zu können. Gemeinsam mit unseren ungarischen und rumänischen Partnern – MAV & CFR – können wir über mehrere Wochen hinweg einen Pendelverkehr zwischen Österreich und Rumänien anbieten. Mit unseren Liegewagen können wir gleichzeitig größtmöglichen Komfort und notwendigen Sicherheitsabstand der Fahrgäste garantieren“, betont ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä.

Entlastung für das Pflegesystem

"Das heimische System der 24h Betreuung - und damit BetreuerInnen wie Angehörige – wird durch die nun gefundene Lösung wesentlich entlastet, weil der Austausch der rumänischen Betreuungskräfte gesichert ist. Die Zugverbindung schafft die Möglichkeit, dass weiterhin Betreuung und Pflege in den eigenen vier Wänden gewährleistet werden können", sagt Andreas Herz, Obmann des Fachverbandes der Personenbetreuung. Der Einsatz der betroffenen Ministerien in dieser Frage war "eine immens wichtige Hilfestellung".

Bereits in den letzten Wochen konnte Europaministerin Edtstadler Lösungen für Pendlerinnen und Pendler aus den Nachbarstaaten Tschechien, Slowenien, Ungarn und der Slowakei erzielen. Betroffen sind davon vor allem Pflegekräfte, sowie MitarbeiterInnen aus dem Bereich der kritischen Infrastruktur. Der größte Anteil an ausländischen Pflegekräften kommt aber aus Rumänien, von wo aus eine Einreise nach Österreich aufgrund strenger Grenzregelungen in Ungarn bisher nur per Flugzeug möglich war.

Durch die Korridorlösung in Einvernehmen mit Ungarn soll sich dies ändern, hält Edtstadler fest: „Mit der direkten Zugverbindung für Pendlerinnen und Pendler aus Rumänien ist ein wichtiger Schritt zur Sicherstellung der Pflege in Österreich, insbesondere der 24-Stunden-Pflege, gelungen. Mein Dank gilt hier Mobilitätsministerin Leonore Gewessler und Staatssekretär Magnus Brunner, den ÖBB und der WKÖ sowie unseren europäischen Partnern in Rumänien und Ungarn, die diese Lösung trotz strengen Ein- und Ausreisebestimmungen ermöglicht haben. Vor allem aber möchte ich den vielen Pflegerinnen und Pflegern danken, die sich auch in diesen schwierigen Zeiten weiterhin um pflegebedürftige Menschen in unserem Land kümmern.“

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