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Eder: Friseure haben in den KV-Verhandlungen soliden Vorschlag unterbreitet 

Branche bekennt sich dazu, MitarbeiterInnen leistungsgerecht zu entlohnen – Bei KV-Erhöhung mit Augenmaß vorgehen

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„Die Bundesinnung der Friseure hat in den zuletzt stattgefundenen KV-Runden mit der Gewerkschaft vida einen soliden und nachvollziehbaren Vorschlag unterbreitet. Die Arbeitgeberseite steht klar dahinter, dass qualifizierte Leistung auch entsprechend entlohnt wird“, betonte heute, Mittwoch, der Bundesinnungsmeister der Friseure, Wolfgang Eder. Entschieden verwehrt sich Eder gegen die von der Gewerkschaft ins Treffen gebrachte, vermeintliche Aufrechnung von Trinkgeldern: „Von Arbeitgeberseite wurden die Trinkgelder nie ins Treffen geführt, wir verhandeln über eine KV-Erhöhung, Trinkgelder sind als kundenseitige Geldleistung daher nicht Bestandteil. Hier sollte die Gewerkschaft keine Märchen erzählen. Wer gute Arbeit leistet, soll auch ausreichend Trinkgelder erhalten“, so Eder. 

Richtig zu stellen sei jedenfalls das Berechnungsbeispiel der Gewerkschaft: Eine angelernte Friseurin, also etwa nach drei Jahren Lehre ohne Lehrabschlussprüfung, erhält die 1.137 Euro 14 mal Brutto. Im Vergleich zur angesprochenen Armutsgefährdungsschwelle monatlich entspricht dieser Wert damit 1.326 Euro Brutto 12 mal. Dies sei aber als Lohnuntergrenze zu verstehen, MitarbeiterInnen würden grosso modo und als Fachkräfte von teils deutlichen Überzahlungen profitieren, so Eder. 

Ja zu leistungsgerechter Entlohnung, ohne Unternehmen zu gefährden

„Ich würde mir bei unseren Verhandlungspartnern Handschlagqualität erhoffen. Die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen der Klein- und Kleinstbetriebe, die die Branche dominieren, sind nicht rosig, die Ertragslage ist schlecht. Wenn die Gewerkschaft nun in Hinblick auf die Umsetzung eines Mindestlohnes von 1.500 Euro weiter Druck macht, müssen wir umso mehr Augenmaß einfordern, denn eine Umsetzung gerade in den untersten Lohnkategorien muss leistbar sein und geht nicht von heute auf morgen. Wir wollen unsere MitarbeiterInnen leistungsgerecht entlohnen. Aber der Arbeitsplatz von heute kann der Forderung der Gewerkschaft morgen zum Opfer fallen weil sich Betriebe diese Erhöhung nicht mehr leisten können“, so Eder abschließend. (PWK194/us)

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