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EU-Erweiterung

EU Top Thema: Bilanz der Österreichischen Wirtschaft | aktualisiert 7/2020

Nach den Erweiterungen der EU 2004, 2007 und 2013 entstand mit ca. 500 Millionen Einwohnern einer der weltweit größten einheitlichen Märkte. Seit 2004 liegt das Bruttoinlandsprodukt der EU, d. h. der Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen, über demjenigen der USA.

Obwohl in der EU nur sieben Prozent der Weltbevölkerung leben, beträgt der Anteil der EU an den Ein- und Ausfuhren rund 20 Prozent. Damit ist die Europäische Union weltweit führender Exporteur und zweitgrößter Importeur. Etwa zwei Drittel des gesamten Handels in der EU finden zwischen den EU-Mitgliedstaaten statt.

Positiver Handelseffekt

Österreich ist als kleine Volkswirtschaft stärker vom Zugang zu einem größeren Markt ohne Handels- und sonstige Schranken abhängig als große Länder. Die Wirtschaft hat deshalb von der stetigen Ausweitung der Handelsmöglichkeiten nach Osteuropa durch die Ostöffnung und durch die Teilnahme am wachsenden EU-Binnenmarkt sehr profitiert. Der Ostöffnungseffekt 1989 allein führt zu einem kumulierten zusätzlichen Anstieg des realen BIP in Österreich um 4,72 % und die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich um rund 3.300 pro Jahr.

Direktinvestitionen in Österreich – Österreich als „Drehscheibe“ Europas

Seit der Integration Österreichs in den EU-Binnenmarkt investierten ausländische Unternehmen in Österreich durchschnittlich rund 6,5 Mrd. Euro pro Jahr. In den drei Jahren vor dem Beitritt waren es ca. 1,3 Mrd. Euro pro Jahr. Die Investitionen ausländischer Unternehmen in Österreich sind damit im Durchschnitt auf das Fünffache angestiegen, die größten Investitionen stammen von Unternehmen aus Deutschland, Italien, den Niederlanden und der Schweiz.

Viele internationale Unternehmen „bearbeiten” den osteuropäischen Raum von Österreich aus und investierten auch als Folge der EU-Erweiterung in Österreich, wodurch Österreich zur „Drehscheibe“ Europas wurde. 

Mehr Zahlen, Daten und Fakten finden Sie im EU Top Thema.

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