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EUMICON Enquete 2017 eröffnet: Digitale Transformation ist große Chance für Wirtschaft 

Digitalisierung verdoppelt den Bedarf an mineralischen Rohstoffen in den nächsten 30 Jahren

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„Die Politik und Wirtschaft haben die Bedeutung von mineralischen Rohstoffen erkannt“, sagte Vizekanzler Reinhold Mitterlehner, anlässlich der Eröffnung der EUMICON Rohstoffenquete, zum Thema Smart Mining and Production. Mehr als 120 Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik trafen sich bei der EUMICON Enquete 2017 im Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft zu hochkarätigen Vorträge und Podiumsdiskussionen. Zwei Tage lang werden die Chancen und Herausforderungen der digitalen Transformation, den dazu notwendigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen diskutiert. „Ohne mineralische Rohstoffe blieben Digitalisierung und Industrie 4.0 nur Schlagworte“ brachte es der EUMICON-Präsident und Obmann des Fachverbandes Bergbau-Stahl in der Wirtschaftskammer Österreich Franz Friesenbichler auf den Punkt. Mitterlehner und Friesenbichler bezeichneten die Rohstoffbranche als „unverzichtbare Grundlage für eine funktionierende Wirtschaft.“ 

Mineralische Rohstoffe als Basis für Technologien

Und tatsächlich gäbe es ohne mineralische Rohstoffe keine Technologien, keine vierte industrielle Revolution, ja nicht einmal eine Zivilisation. Denn ob Computerchip, Smartphone oder digitale Steuerungsanlagen: Alle diese Komponenten werden aus mineralischen Rohstoffen und deren Veredelungen hergestellt. Franz Friesenbichler, Präsident von EUMICON streicht die Bedeutung des Konferenzthemas hervor: „Mit der Enquete zum Thema Digitalisierung treffen wir genau jenes Thema, das nicht nur die gesamte Wirtschaft, sondern auch die Mineral-Rohstoffbranche als Ausgangspunkt jeder Wertschöpfungskette einer industriellen Produktion betrifft. Wir nehmen daher mit dem Themensetting unsere Aufgabe als Wissens- und Informationsplattform wahr und vernetzen dabei Wirtschaft, Wissenschaft und politische Entscheidungsträger auf nationaler und europäischer Ebene.“

Die Rohstoffbranche wird digital

Otto Van der Ende, Mining Experte beim weltweiten erfolgreichen Unternehmensberater McKinsey sieht in seiner Keynote die Unternehmen vor einem Wendepunkt. Die Analyse und Optimierung der Prozesse im Zuge der Digitalisierung erfordere eine intelligente Datenbasis und eine effiziente Vernetzung innerhalb und außerhalb der Unternehmen. Dadurch entsteht für die Rohstoffbranche ein großes Potential für einen Durchbruch bei Effizienz und Produktivität. Schon seit Jahren geht der globale Player voestalpine den Weg in die digitale Zukunft. Die Stärke aus der Verbindung von Werkstoff- und Verarbeitungskompetenz machen das Unternehmen zum Innovationsführer in vielen Spezialbereichen. Neben der Digitalisierung der Wertschöpfungskette beschäftigt sich der Konzern intensiv mit der Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle.

Vorstand Herbert Eibensteiner bringt es mit dem Hinweis auf die Notwendigkeit der richtigen Perspektive auf den Punkt: „Um digitale Innovationen und Geschäftsprozesse zu entwickeln müssen wir die Dinge aus dem Blickwinkel des Kunden betrachten.“ Ein thematischer Zugang, der bei all den Diskussionen über Technologien und Prozesse nur allzu schnell ins Hintertreffen gerät.

Neue Geschäftsmodelle

Eines dieser digitalen Geschäftsmodelle hat mit der Plattform wastebox.biz – eine Art Uber für die Entsorgung von Baurestmassen – die Firma Saubermacher bereits in Betrieb. Dieser digitale Entsorgungsservice bildet dabei gleichzeitig die Basis für eine effiziente Erzeugung von Sekundärrohstoffen. Der Clou: Von der Idee bis zum Go Live dieses völlig neuen digitalen Geschäftsmodells sind nicht mehr als 13 Monate vergangen.

Ganz generell entstehen durch die Prozessoptimierungen im Zuge einer digitalen Transformation nicht nur Chancen für die Produktivität, sondern auch für eine effizientere Nutzung der Ressourcenbasis, für Energieoptimierung entlang der Produktionskette und für den nachhaltigeren Einsatz von Logistikleistungen.

Smarte Datennutzung

„Die Strukturierung und intelligente Nutzung von vorhandenen und neu gewonnen Daten bildet die Basis für Smart Production und Smart Mining“, sieht Harald Mayer vom Forschungsbereich Digital der steirischen Innovationsschmiede Joanneum Research das Thema der EUMICON Enquete 2017 am Puls der Zeit. Gerade in der Kombination von bildgebender und akustischer Sensorik mit anderen Maschinendaten sei die Entwicklung innovativer Lösungen für die Bergbau- und Rohstoffbranche besonders spannend.

Tradition und Innovation

Zum Ausklang des ersten Konferenztages luden EUMICON und das BMWFW noch zu einem Abendempfang in den Prunksaal der Nationalbibliothek. In diesem Rahmen wurden nicht nur Erfahrungen ausgetauscht und netzwerkkontakte gepflegt, sondern aus Anlass der Enquete auch die Patenschaft für das originale historische Druckwerk der Hammer-Ordnung von 1748 - erlassen von Maria Theresia – übernommen. Durch diese Patenschaft ist es möglich diese Werke zu digitalisieren und damit für die Nachwelt einsehbar zu machen und zu erhalten. Eine Verbindung zwischen Tradition und Zukunft, die auch als Symbolik für die Mineral-Rohstoffbranche insgesamt gelten darf. (PWK220/us)

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