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EU-Zusatzzölle bremsen Importe

Bundesgremium Außenhandel-Pisec: Dringend benötigter Stahl liegt in den Häfen

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"Obwohl der Außenhandel und das Wirtschaftswachstum in der EU zuletzt eine positive Entwicklung verzeichnet haben, verhindern aktuell geltende EU-Zusatzzölle dringend benötigte Importe von Stahlerzeugnissen“, so Karl Pisec, Bundesgremialobmann des Außenhandels in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Die letzten Zahlen im Außenhandel sind zwar erfreulich – von Jänner bis Juli 2021 ist der Außenhandel importseitig um 22 Prozent, exportseitig um 15,8 Prozent gewachsen -, allerdings erschweren aktuell geltende EU-Zusatzzölle Importe von dringend benötigten Stahlerzeugnissen. Wegen weltweiter Überproduktion von Stahlerzeugnissen hat die EU 2018 zum Schutz der europäischen Stahlindustrie Schutzmaßnahmen gegen die Einfuhr von bestimmten Stahlprodukten eingeführt. Stahl darf seither zusatzzollfrei nur in bestimmten Kontingentmengen eingeführt werden.  

Dringend benötigte Rohstoffe warten in Häfen auf Import

"Trotz der aktuell hohen Nachfrage der Industrie und Bauwirtschaft und Lieferengpässen hat die EU die Schutzmaßnahmen bisher nicht gelockert. Dringend benötigte Rohstoffe liegen in den Häfen und können nicht importiert werden. Das sei der Grund dafür, dass Unternehmen trotz voller Auftragsbücher nicht produzieren können, weil diese Rohstoffe fehlen. Dieser Entwicklung muss auf EU-Ebene rasch entgegengewirkt werden“, so der Obmann.

Der Außenhandel ist ein wesentlicher Bestandteil der österreichischen Wirtschaft - etwa sechs von zehn Euro werden im Außenhandel verdient. Das Bundesgremium des Außenhandels vertritt über 4.000 Mitglieder, welche einen Gesamtumsatz von ca. 40 Mrd. Euro erwirtschaften. 

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